Der Bauschutt ist bereits von der Stadt beseitigt worden.
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Der Bauschutt ist bereits von der Stadt beseitigt worden.

Umweltfrevel

Sieben Tonnen Bauschutt im Naturschutzgebiet sorgen für Fassungslosigkeit im Rathaus

  • Michael Wallkötter
    vonMichael Wallkötter
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Unbekannte haben im Naturschutzgebiet Hervester Bruch in Dorsten etwa sieben Tonnen Waschbetonplatten unerlaubt entsorgt. Die Stadt hofft auf Zeugenhinweise.

  • Im Naturschutzgebiet haben Unbekannte ihren Bauschutt abgeladen
  • Die Stadt Dorsten ist fassungslos und hofft auf Zeugenhinweise
  • Illegale Müllablagerung wird für den Verursacher teuer

Wenn diese Umweltsünder noch ermittelt werden, können sie sich auf eine saftige Strafe einstellen:

Unbekannte haben vermutlich in der Nacht auf Dienstag, 16. Juni, auf einem Weg im Naturschutzgebiet Hervester Bruch in Dorsten etwa sieben Tonnen alter Waschbetonplatten entsorgt. Die Stadt Dorsten, die über dieses dreiste Vorgehen fassungslos ist, hofft nun auf Zeugenhinweise.

Die Stadt Dorsten hat bereits Erkenntnisse

Die Abladestelle ist ein Weg, der von der Straße An der Wienbecke in Fahrtrichtung Dorsten am Ende der langgezogenen S-Kurve nach links in ein kleines Wäldchen abzweigt. Folgende Erkenntnisse und Hinweise haben sich für die Stadtverwaltung bereits ergeben:

- Der Haufen der teils zerbrochenen Waschbetonplatten wurde „in einem Rutsch“ abgeschüttet, also wohl mit einem Kipper, mindestens einem 7,5 Tonner.

- Den frischen Spuren zufolge handelt es sich um ein Fahrzeug mit Zwillings- bzw. Doppelreifen an der Hinterachse.

- Die alten Waschbetonplatten haben zuvor in auffällig gelbem Mauersand gelegen.

- Zwischen den Platten fanden sich neue Steine eines Rechteckpflasters (auch „Brötchenpflaster“ genannt) im Farbton Anthrazit.

- Vermutlich wurde eine Fläche Waschbetonpflaster (z.B. in einer Hof- oder Garageneinfahrt oder von einer Terrasse) aufgenommen und gegen das Rechteckpflaster ausgetauscht, der Schutt sowie übrig gebliebenes neues Pflaster wurden dann im Naturschutzgebiet entsorgt.

Entsorgung kostet den Steuerzahler in Dorsten 500 Euro

Die illegale Müllablagerung ist noch am Mittwoch (17. Juni) von Mitarbeitern des Entsorgungsbetriebes und des Bauhofes beseitigt worden. Für eine ordnungsgemäße Entsorgung hätte der Umweltsünder nach Einschätzung der Stadt nur 150 bis 200 Euro zahlen müssen. Nun habe die Beseitigung aus dem Naturschutzgebiet den Steuerzahler rund 500 Euro gekostet.

Dem Umweltsünder droht ein vierstelliges Bußgeld

Falls der Anlieferer des Baumülls ermittelt werden kann, wird ein Bußgeld fällig, das nach Angaben der Stadt sicherlich im vierstelligen Bereich liegen wird.

Die Stadt Dorsten bittet um Hinweise: Gibt es Zeugen, die die illegale Abladung beobachtet haben? Kennt jemand Flächen, auf denen das Pflaster getauscht wurde? Hinweise erbittet die Stadt per E-Mail:  pressestelle@dorsten.de.

Auch in Recklinghausen ist kürzlich eine illegale Müllkippe entdeckt worden.

Wilde Müllkippen am Rande der Hafen- und Viktorstraße sind kein neues Ärgernis. Der aktuelle Fall ist aber besonders dreist.

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