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Das Berufskolleg-Hochhaus in Dorsten soll saniert werden.

Schulen

Berufskolleg soll saniert werden – aber wohin mit den Schülern?

Der Kreis Recklinghausen sucht nach Alternativen in Dorsten, nachdem zwei angedachte Ersatzstandorte nicht in Frage kommen.

Der Kreis Recklinghausen will ab 2021 das marode Hochhaus am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Dorsten sanieren. Um die Mängel des schadstoffbelasteten Gebäudes zu beseitigen, sollen mehr als acht Millionen Euro investiert werden. Da die Bauarbeiten wegen des großen Umfangs ziemlich lange dauern werden, hält die Kreisverwaltung als Träger der Schule händeringend Ausschau nach Möglichkeiten, wo sie den betroffenen Teil der Schülerschaft in Dorsten übergangsweise unterbringen kann. „Stand jetzt haben wir kein Gebäude gefunden“, erklärt Kreispressesprecher Jochem Manz.

In Dorsten werden acht Klassenräume benötigt

Nach seinen Worten besteht Bedarf für acht Klassenräume und zwei Lehrküchen. Benötigt werden sie ab Sommer 2021 für die Dauer von zwei Jahren. Zunächst war der Baustart bereits für Sommer 2020 vorgesehen. Aber es hat zwei größere Planungsänderungen gegeben. Sie betreffen den bisherigen Aufzugschacht, der nun nach außen verlegt werden soll, sowie die Lüftungsanlagen.

Da es für die Übergangszeit keine dafür geeigneten kreiseigenen Immobilien in Dorsten gibt, habe die Kreisverwaltung in den vergangenen Monaten Gespräche mit der Dorstener Stadtverwaltung darüber geführt, ob leer stehende städtische Schulgebäude infrage kommen könnten. Zwei Objekte wurden dabei unter die Lupe genommen: das Nebengebäude der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Realschule an der Bismarckstraße und die ehemalige Agatha-Grundschule am Vosskamp. Beide Standorte kommen jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage.

Sind Containerklassen die letzte Möglichkeit?

Der Kreis sucht nun Alternativen. Denkbar seien Fertigbaumodule (sprich: Containerklassen), die auf dem Gelände am jetzigen Schulstandort (Halterner Straße/Bismarckstraße) aufgestellt werden könnten. Fest steht, dass die Schüler auf jeden Fall weiterhin in Dorsten unterrichtet werden sollen. „Wir wollen ihnen weitere Fahrten ersparen“, so Manz. „Außerdem sind die anderen Berufskollegs im Kreis Recklinghausen alle voll besetzt, da haben wir überhaupt keine freien Kapazitäten.“

Auch in Marl will der Kreis Recklinghausen investieren

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