Arbeiterwohlfahrt

Neue Wohnstätte der AWO eingeweiht

Anfang des Jahres sind die Bewohner in die AWO-Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen eingezogen - am Freitag feierten sie ihr Einweihungsfest. Der späte Termin hatte einen guten Grund.

Herzlich willkommen" stand auf einem Transparent am Balkon der Wohnstätte an der Pestalozzistraße 7. Die Einladung hatten sich rund 100 Gäste nicht entgehen lassen, die mit den 24 Bewohnern (ab Montag sind es 25) feiern wollten.

Sichtlich aufgeregt war Melli vom Bewohnerbeirat, die die Gäste an der Wohnstätte begrüßte, "die uns immer mehr zu einem Zuhause wird". Alle Anwesenden seien eingeladen, Einrichtung und Bewohner kennenzulernen. "Die Türen stehen offen für Freunde und Nachbarn. Und das soll auch so bleiben."

Einen Apfelbaum gab es als Geschenk

Christian Bugzel, Vorsitzender des AWO-Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen, lobte das Werk von Architekten und ausführenden Firmen: "Die haben uns wirklich was Schönes hingesetzt." Es sei die fünfte Einrichtung dieser Art im Unterbezirk, wo die Bewohner selbstständig leben könnten, "soweit es ihre jeweilige Behinderung zulässt". Dass hier etwas Besonderes wachsen soll, verdeutlichte auch das Geschenk Bugzels an Einrichtungsleiter Christian Schreiter: ein Apfelbaum.

In seiner langen Liste an Ehrengästen vermisste Bugzel den aufgrund anderer Termine verhinderten Bürgermeister Tobias Stockhoff, was Bugzel scherzhaft damit begründete, "dass ich ihm beim Richtfest aus Versehen Zement auf den Ärmel geschmissen habe".

"Schön haben Sie es hier!"

Vertreten wurde Stockhoff durch Jan Kolloczek, der das Gebäude und Umfeld lobte: "Schön haben Sie es hier!" SPD-Landtagsabgeordneter Michael Hübner sagte, ihm sei schon beim Richtfest aufgefallen, "dass es ein extrem lichtdurchflutetes Gebäude ist". Hier würden Menschen mit Behinderungen in die Mitte der Gesellschaft und der Hardt geholt.

"Ein Hoch auf uns" sangen die Bewohner, begleitet von der Band "Dorstinator". Anschließend wurden Hausführungen angeboten, bei denen die Besucher die etwa 16 Quadratmeter großen Zimmer (mit eigenem Bad) besichtigen konnten. Auch die Paletten-Möbel im Garten, die die Bewohner gebaut hatten, wurden gezeigt.

20 Mitarbeiter kümmern sich um Bewohner

Einrichtungsleiter Christian Schreiter, der sich mit etwa 20 Mitarbeitern um die Bewohner kümmert, begründete, warum das Einweihungsfest erst jetzt angesetzt wurde. Man habe die Bewohner erst einmal in Ruhe haben ankommen und die Gruppen sich finden lassen.

Der Bedarf nach der Wohnform sei trotz der Einrichtung immer noch groß. Schreiter: "Wir hätten auch doppelt so viele Plätze machen können."

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