Archäologische Funde

Ein hochmittelalterlicher Bauernhof vor den Toren Dorstens

Bei Ausgrabungen am Nonnenkamp stießen Archäologen vor zwei Jahren auf Reste eines Bauernhofs aus dem 12. Jahrhundert. Der Ausgrabungsleiter informiert am 15. März über die Hintergründe.

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) stießen im Jahr 2017 bei Ausgrabungen am Nonnenkamp auf der Hardt auf die Reste eines Bauernhofs aus dem 12. Jahrhundert.

Die archäologischen Spuren ergänzen einen wichtigen Abschnitt der Stadtwerdung Dorstens mit neuen Fakten. Der Leiter der Ausgrabungen, Dr. Ingo Pfeffer, berichtet am Freitag (15. März), 19 Uhr, im Forum der VHS Dorsten, Im Werth 6, über die Hintergründe und Ergebnisse der Forschungen, die nun auch in einem Buch erschienen sind. Der Eintritt ist kostenlos.

Spuren sind gut erhalten

Pfostenlöcher, Gräben und mehrere Brunnen - das sind die Spuren, die im Nonnenkamp noch nach 800 Jahren erhalten waren. Den Wissenschaftlern gelang es, daraus mehrere Gebäude eines Hofes zu rekonstruieren.

Darüber hinaus zeugen verschiedene Werkzeuge, zahlreiche Gefäße aus Keramik und ein vergrabener Münzschatz vom ländlichen Leben im Hochmittelalter. Wie der Hof einst aussah, warum seine Bewohner ihn verlassen haben und warum diese Geschichte für die Entwicklung der Stadt Dorsten so bedeutsam ist, davon erzählt Dr. Ingo Pfeffer in seinem Vortrag.

Von Frühjahr bis Herbst 2017 fanden in Dorsten-Hardt in Vorbereitung eines geplanten Neubaugebietes Ausgrabungen der LWL-Archäologie für Westfalen in Kooperation mit der Stadt Dorsten und der Wirtschaftsförderung in Dorsten (Windor) statt. Die Ergebnisse präsentiert ein 86-seitiges Buch, das ab April in der Stadtinformation Dorsten zum Preis von 5,50 Euro erhältlich ist.

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