Architektur-Projekt

Projektwoche "Auf Wiedersehen Utopia" startet am Samstag auf der großen Wiese

Dorsten/Wulfen-Barkenberg - Am Samstag (25. 8.), 16 Uhr, wird der 6 Meter hohe Pavillon und mit ihm die originelle Projektwoche "Auf Wiedersehen Utopia" eröffnet. Mitten in Barkenberg laden Studenten zu Vorträgen und Gesprächen ein.

Die "Neue Stadt Wulfen" (heute Barkenberg) reizt Prof. Jan Kampshoff und seine Architekturstudenten aus Berlin, einen ungewöhnlichen Blick auf Geschichte und Gegenwart dieses Stadtteils zu werfen (wir berichteten).

Schließlich gilt sie als exemplarisches und kontrovers diskutiertes Paradebeispiel einer Planstadt aus den 1960-er Jahren, die voller Ideen für zukünftige Stadtplanungen steckt. Im Pavillon selbst klingt eine Klanginstallation von Lisa Danulat und Michael Graessner, die Fragmente der Entstehungsgeschichte der Stadt textlich collagiert. Projektleiter Prof. Jan Kampshoff hofft bei dem Projekt auf große Bürgerbeteiligung.

Mit Bier, Blasmusik und Erbsensuppe

Am Samstag (25.8.), 16 Uhr, wird die Projektwoche mit Bier, Blasmusik und Erbsensuppe eröffnet. Prof. Dr. Maren Harnack berichtet in ihrem Vortrag "Baumonster - I love you" von ihrer Leidenschaft für die Großwohnungsbauten der 1960-er- und 1970-er Jahre. Diese werden häufig als problematisch wahrgenommen, die Bewohner hingegen beschreiben ihre Wohnumgebung oft als lebenswerte Umwelt.

"SOS Brutalismus" hat Felix Torkar seinen anschließenden Vortrag über kompromisslose Sichtbeton-Bauten genannt, die oft kontrovers diskutiert werden und vom Abriss bedroht sind. Dagegen formiert sich seit Jahren eine Gegenbewegung, die vor allem im Internet aktiv ist.

Infos und Diskussion beim Metacafé und Metatalk

Am Sonntag (26.8.), 15 Uhr, laden die Studierenden ins "Metacafé" ein. Dort stellen sie das Pavillon-Projekt bei einem Kaffee vor und diskutieren darüber.

Der Metatalk am Mittwoch (29.8.), 18 Uhr, beschäftigt sich mit dem Thema "Wohnen, utopisch?" Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um bezahlbaren Wohnraum und neue Wohnformen scheint eine Wiedervorlage der Wulfener Modellprojekte fast überfällig. Was lernen wir vom Erfolg, aber auch vom Scheitern der Experimente dieser Zeit? Welche Relevanz haben sie für den aktuellen Diskurs? Darüber kommen Denkmalpfleger Dr. Hans H. Hanke und Architekt Klaus Dörmer mit Projektleiter Prof. Jan Kampshoff ins Gespräch.

Vorträge über "Modernes Erbe" und "Raster-Beton"

Um "Modernes Erbe" dreht sich der Metatalk am Samstag (1.9.), 18 Uhr. Als Mitglied der "Ruhrmoderne" stellt Kunst- und Bauhistorikerin Dr. Christine Kämmerer die Ziele und Projekte der jungen Initiative vor, die durch Sensibilisierung und Thematisierung einen Beitrag dazu leisten, das teils problematische Erbe der Nachkriegsmoderne im Sinne einer funktionalen lebenswerten Stadt weiter zu entwickeln.

Als zweite Referentin spricht Kuratorin Juliane Richter über das Ausstellungsprojekt "Raster Beton". Darin beleuchtet sie die weltweiten Debatten, die sich zwischen Planung und Realität der Großwohnsiedlungen entfalten: Lebt im Plattenbau die Utopie von der Gleichheit aller Menschen, sie sie vor allem in der DDR propagiert wurde? Wie kann diese Erzählung für die Zukunft fortgeschrieben werden?

Abschluss mit der "Wolke Barkenberg"

Mit dem Metacafé "Wolke Barkenberg" endet die Utopia-Projektwoche am Sonntag (2.9.), Beginn 15 Uhr. Lisa Danulat und Michael Graessner stehen bei einer Tasse Kaffee zum Gespräch über ihre Klanginstallation bereit.

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