Ausverkaufter Marktplatz

"Sensationeller Zuspruch": Kultursommer in Dorsten wird fortgesetzt

Dorsten - Nach dem "sensationellen Zuspruch", so Bürgermeister Tobias Stockhoff, setzen Stadt und Vereinte Volksbank die Kooperation beim Kultursommer fort. Die Dorstener müssen sich aber gedulden.

Die Nachricht von Bürgermeister Tobias Stockhoff am Sonntagmorgen hatte nur wenige Zeilen. Auch wegen der "durchweg positiven Rückmeldungen der Besucher" wollen Stadt und Volksbank den Kultursommer auf dem Marktplatz der Altstadt fortsetzen. Es bleibt aber beim Zwei-Jahres-Rhythmus, der nächste Kultursommer ist also 2020 geplant. Details wollen Stockhoff und Volksbank-Vorstand Ingo Hinzmann am Montag mitteilen.

Den ersten Grund zur Freude hatten die Veranstalter am Freitagabend. Rappelvoll war es auf dem Marktplatz, und der Comedy-Abend hielt. was er versprach.

"Am Freitag war es sehr lustig, heute war es einfach nur geil." Stephanie Möllmann brachte die Gedanken der meisten Kultursommer-Besucher am Samstag auf den Punkt. Melanie Kuschke meinte: "Ein rundum gelungenes Konzert mit der Musik meiner Kindheit."

Die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Rasmus Baumann begeisterte das Publikum mit einer musikalischen Zeitreise in die 70er-Jahre. Große Rockhymnen, eingängige Tanznummern und unsterbliche Love-Songs ließen diese Zeit wieder aufleben: "Baker Street" von Gerry Rafferty, "Live and let die" von Paul McCartney, "Hotel California" von den Eagles, "I don?t like Mondays" von den Boomtown Rats, "I was made for loving you" von Kiss und viele weitere Rock- und Pop-Klassiker und auch Filmmusiken wurden gespielt.

Je später der Abend, desto ausgelassener wurde die Stimmung auf dem Marktplatz. In der zweiten Hälfte des Konzertes saß kaum noch jemand auf seinem Stuhl. Die Zuhörer klatschten, tanzten und sangen mit.

Einige Zuhörer entdeckten an diesem Abend noch weitere Qualitäten als die rein musikalischen. "Der Sänger Henrik Wager ist ein echtes Sahneschnittchen", meinte eine Zuhörerin. Mit ihm zusammen verlieh Sängerin Viviane Essig den Stars der 70er eine Stimme.

In den Moderationen erfuhr das Publikum Hintergründe zu den Songs und hörte auch einige humorvolle Anekdoten und Zitate. So zum Beispiel von Elton John. Der sagte mal: "Eigentlich wäre ich gerne Gitarrist geworden, weil ich schon immer jemanden mit der Gitarre eins überziehen wollte - mit meinem Klavier ist das schwierig."

Die Neue Philharmonie Westfalen kam nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne. Nach dem Konzert beendete ein Feuerwerk an der St. Agathakirche den diesjährigen Kultursommer 2018.

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