Autos für das Dorstener Ordnungsamt

Fahrzeuge in Polizei-Optik fahren bald durch die Stadt

Dorsten - Die Stadtverwaltung Dorsten hat insgesamt 40.000 Euro für zwei nagelneue Opel-Kombis ausgegeben. Die Autos erinnern äußerlich sehr an die Einsatzfahrzeuge der Polizei. Und das ist auch so gewollt.

Erlkönige, also die Prototypen neuer Fahrzeuge, werden normalerweise verschleiert. Damit wollen Autofirmen verhindern, dass ihre allerneuesten Fabrikate vor der offiziellen Vorstellung bekannt werden. Diese beiden Opel-Erlkönige hingegen stehen ganz unverhüllt auf dem Betriebsgelände einer Halterner Firma - und werden schon bald auf Dorstens Straßen eingesetzt, um dort im Auftrag der Stadt für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Die beiden Autos gehören nämlich zur Ausstattung des neuen Kommunalen Ordnungsdienstes, der schon bald in der Lippestadt seine Arbeit aufnehmen soll. Noch müssen ein paar Ausstattungsdetails ergänzt werden. Einem aufmerksamen Halterner Leser unserer Zeitung ist es zu verdanken, dass wir schon jetzt einen Blick auf die neuen Anschaffungen der Stadtverwaltung werfen können. Zwei Opel-Kombis, nagelneu und jeweils rund 20.000 Euro teuer.

Besondere Folien

Sie wurden in den vergangenen Tagen von Mitarbeitern der Halterner Firma mit ganz besonderen Folien beklebt. Die Schriftzüge "Ordnungsamt" und "Stadt Dorsten" sind deutlich sichtbar, dazu das Wappen der Stadt. Und das blau-silberne-gelbe Äußere der Fahrzeuge erinnert an die Einsatzfahrzeuge der Polizei. Und das ist auch so gewollt. "Beim Kommunalen Ordnungsdienst wird die Stadt mit der Polizei zusammen arbeiten und so Präsenz zeigen, um dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger entgegenzukommen", erläutert Ludger Böhne, stellvertretender Pressesprecher der Stadt. Und das sei mit einem solchen Fahrzeug besser möglich als mit einem neutral lackierten Fahrzeug.

19-köpfige Einsatzgruppe

Der Rat der Stadt Dorsten hatte Ende des vergangenen Jahres eine 19-köpfige Rathaus-Einsatztruppe namens "Kommunaler Ordnungsdienst" (KOD), die sich zwölf Vollzeitstellen teilt, beschlossen. Die Mitarbeiter sollen beispielsweise als Streifendienst eingesetzt werden, in Abstimmung mit der Polizei. Sie sollen gegen Vandalismus und Ruhestörung vorgehen, gegen unzulässige Müllentsorgung einschreiten, die Ausländerbehörde unterstützen, die Einhaltung des neuen Bußgeldkatalogs überwachen, Jugendschutzkontrollen durchführen, Parkverstöße und Geschwindigkeitsverstöße ahnden.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass wegen der Neuschaffung von zwei Stellen die Personal- und Sachkosten mit zusätzlich 125.000 Euro jährlich zu Buche schlagen. Allerdings rechnet sie auch mit erhöhten Einnahmen, da so mehr Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können, vor allem aus der Verkehrsüberwachung.

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