Bahnhof Dorsten

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst informierte sich über Bauarbeiten am Dorstener Bahnhof

Der Verkehrsminister des Landes NRW, Hendrik Wüst, hat sich über die Bauarbeiten am Dorstener Bahnhof informiert. Im Mai soll der vierte Bahnsteig fertiggestellt werden.

Während die Bauarbeiter unbeeindruckt ihre Arbeit verrichteten, machte sich der NRW-Verkehrsminister am Mittwoch ein Bild von den Umbauarbeiten am Dorstener Bahnhof. "Wir haben in der Vergangenheit viel zu wenig in die Infrastruktur in NRW investiert. Das holen wir jetzt nach und buddeln das Land einmal um", sagte er.

Land fördert Maßnahmen mit 4,2 Millionen Euro

Das Land fördert die Umbau-Maßnahmen mit 4,2 Millionen Euro. Im Mai soll die Modernisierung abgeschlossen sein, dann kann die Stadt mit dem Umbau des Bahnhofsgebäudes sowie der Entwicklung des Bahnhofsvorplatzes beginnen. Wüst sprach sich dafür aus, nicht nur auf große Bahnhofsbauten zu schauen, sondern auch auf solche im "suburbanen Raum". "Dieses Projekt hier in Dorsten ist ein gutes Symbol dafür, was neben den Megaprojekten wie beispielsweise in Köln umgesetzt werden kann", so Wüst.

Bürgermeister Stockhoff dankte der engagierten Bahnhofsfamilie

Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte allen Beteiligten, dass sie sich "auf den nicht alltäglichen Weg" eingelassen haben, und lobte die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank ging auch an die Bahnhofsfamilie, also an alle, die sich für den Bahnhof engagieren. Nachdem die Arbeiten an Gleisen und Bahnsteigen abgeschlossen sind, soll das Bahnhofsgebäude zum "Bürgerbahnhof" werden, den die Dorstener Arbeit verwalten wird.

Bahnhofsmanager Michael Jansen erläuterte noch einmal, was seit dem Start der Umbauarbeiten passiert ist: Wenn im Mai auch der vierte Bahnsteig fertiggestellt sein wird, ist der Bahnhof komplett barrierefrei und auf dem neuesten Stand. Die Beleuchtung wurde auf LED umgerüstet, es gibt neue Wetterschutzhäuschen und Blindenleitstreifen.

Neue Stellwerke in Dorsten, Gladbeck-Zweckel, Reken, Rhade und Borken

Sebastian Brinkmann von der DB Netz AG ist dafür verantwortlich, "den Anschluss an die große weite Welt zu schaffen". Er hat mit seinem Team nicht nur für neue Signale gesorgt und an 45 Bahnübergängen gearbeitet, sondern auch fünf neue Elektronische Stellwerke (ESTW) in Dorsten, Gladbeck-Zweckel, Reken, Rhade und Borken in Betrieb genommen.

Bis auf in Reken funktionieren diese Stellwerke auch bereits. Die Strecke Zweckel-Dorsten-Borken läuft schon mit der neuen Technik, Ende 2019 soll die Strecke Dorsten-Coesfeld folgen. Auch der neue Haltepunkt in Klein Reken soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb genommen werden.

Züge können auf einem Gleis gekoppelt werden und nach Essen fahren

"Besonders für Dorsten ist auch die neue Beifahranlage, die es erlaubt, dass zwei Züge auf einem Gleis zusammengekoppelt werden können", erklärte Brinkmann. So sollen Züge aus Borken und Coesfeld künftig in Dorsten gekoppelt werden und als ein Zug nach Essen fahren. "Dies ist jetzt schon seit dem vergangenen Fahrplanwechsel an den Wochenenden der Fall", so Sebastian Brinkmann. Ab Dezember soll dies auch unter der Woche funktionieren.

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