BAM! 2018

Große Bandbreite an Berufen von Architekt bis Zahnarzt

Dorsten - Auf der zweiten Dorstener BAM! boten erneut zahlreiche Aussteller authentische Einblicke in ihre vielfältigen Ausbildungsberufe. Die ersten Erfolgsgeschichten werden bereits geschrieben.

Metallrosen formen, virtuelle Nähte schweißen, Gebäck dekorieren oder Architektur mit einer VR-Brille erleben: Die zweite BAM! bot den Schülern wieder vielfältige und actionreiche Möglichkeiten, authentische Einblicke ins bevorstehende Berufsleben zu sammeln. Ein buntes Treiben herrschte daher am Samstag (23. Juni) von 10 bis 14 Uhr auf drei Ebenen der VHS sowie außen auf dem Parkplatz Brüderstraße.

Vom Suchenden zum Aussteller

"Wir sind mit Enes sehr zufrieden und hätten im vergangenen Jahr, ohne die BAM!, vermutlich keinen Auszubildenden gefunden", sagt Hans-Joachim Balster von Jungblut Maschinenbau. Der 24-jährige Enes kam mit dem Geschäftsführer damals ins Gespräch und verbrachte kurz darauf einen Tag im Unternehmen. "Ich bin jetzt total zufrieden, die Ausbildung angefangen zu haben", sagt er. Am Samstag war Enes selbst als Aussteller vor Ort und zeigte den Jugendlichen, wie man Metall formt und daraus Rosen bastelt.

Auf einen ähnlichen Erfolg blickt der 16-jährige Noel zurück: Er wird ab August eine Ausbildung zum Gießereimechaniker beim Metallwerk Franz Kleinken beginnen, nachdem er ebenfalls auf der vergangenen BAM! Kontakte knüpfte. "Im Anschluss habe ich dann mehrere Praktika im Unternehmen absolviert und den Beruf und die Kollegen kennengelernt. Ich war begeistert und beginne jetzt nach meiner Schule die Lehre", sagt der Dorstener. Sein künftiger Ausbilder Jörg Meyer findet solche Berufsmessen "für den ersten unverbindlichen Kontakt super", auch am Samstag hat er wieder mehrere Praktikumsplätze an interessierte Schüler vergeben.

Mit einer Vorstellung über ihre berufliche Zukunft ist auch die 17-jährige Katharina, die gerade ihr Abitur in der Fachrichtung Elektrotechnik macht, zur BAM! gekommen. "Die Feinwerkmechanik reizt mich. Mein Papa ist gelernter Schlosser und wir haben früher schon viel handwerklich gearbeitet", sagt sie. Das virtuelle Schweißen mithilfe einer VR-Brille war daher genau das richtige Actionangebot für sie.

Der Beruf der Eltern scheint sowieso eine Rolle bei der Berufswahl der Schüler zu spielen. So auch bei der neunjährigen Adelina, die am Stand des St.-Elisabeth-Bildungsinstituts die menschlichen Organe an einem originalgetreuen Körpernachbau unter die Lupe genommen hat. "Ich möchte später gern Ärztin oder Pflegerin werden. Ein bisschen kenne ich mich auch schon aus, meine Mama ist nämlich Biologin", so die Nachwuchs-Fachkraft.

Angebote gut angenommen

Auch zahlreiche andere Angebote - egal ob Beratung oder handfeste Action - wurden von den Schülern gut angenommen. Organisatorin Ulla Busch hofft, "dass die Kinder neugierig waren, gute Gespräche geführt haben und vielleicht sogar das eine oder andere Praktikum dabei rausgekommen ist."

Auch wir als Dorstener Zeitung blicken auf eine erfolgreiche Teilnahme zurück: Einige Praktika wurden eingetütet und viele Gespräche geführt. Bei meinem Rundgang haben mich sogar drei Schüler begleitet, Fotos geschossen, neugierige Fragen gestellt und den Beruf des Journalisten kennengelernt. Denn darum geht es schließlich: authentische Einblicke ins Berufsleben sammeln und sich selbst neue Ideen und Perspektiven verschaffen. Damit dem beruflichen Erfolg nichts mehr im Wege steht.

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