Barrierefreier Garten in Lembeck eröffnet

Die Bio-Station ohne Hindernisse besichtigen

Lembeck - Mit einem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen den Wald zu erkunden, ist nicht so einfach. Deshalb unterstützt das NRW-Umweltministerium das Projekt "Wegbar" - auch in Lembeck.

Das Projekt soll die Natur auch für Menschen mit Einschränkungen zugänglich und erfahrbar machen. Diese von der EU geförderten Konzepte sind integrativ, haben auch aber einen touristischen Aspekt.

Brücken und Stege

An der Biologischen Station in Lembeck wurde am Sonntag der neue barrierefreie Garten vorgestellt. Im März 2017 hatten Landschaftsgärtner Timo Schwidder und seine Helfer begonnen, die alten Kieswege rund um den Hof Punsmann durch feste wassergebundene Wegdecken zu ersetzen, in denen man mit Rollator oder Rollstuhl nicht mehr einsinkt.

Der nächste Umbau betraf die Brücken und Stege: Sie wurden mit erhöhten Kanten versehen, sodass man an der Seite nicht mehr so leicht vom Weg abkommen und ins Wasser fallen kann. Dann kamen die Hochbeete dran: Bisher war es für einen Rollstuhlfahrer kaum möglich, die Pflanzen richtig zu betrachten, weil der Abstand zu groß war.

Viele Neuerungen

Jetzt sind die Hochbeete richtig aufgemauert und an der Kante nach vorne verlängert, sodass man dicht heranfahren kann wie an einen Tisch. Am Eingang zum Garten wurde das alte Klinkentörchen durch zwei Schwenktüren ersetzt, die sich einfach beim Durchgehen öffnen. Alle diese Neuerungen wurden nach der offiziellen Eröffnung von Sponsoren, Naturschützern und Besuchern eingehend unter die Lupe genommen.

Ein "Versuchskaninchen"

Als "Versuchskaninchen" fungierte dabei Rollstuhlfahrerin Hannelore Eisenberg von der AG Fledermausschutz. Und gleich zu Beginn trat ein unerwartetes Problem auf: Das Zurückschnappen der Schwenktore zum Garten war so heftig, dass sie davon getroffen wurde, als sie ihrem Vorgänger hinterherfahren wollte. Aber so ein Problem kann man eben nur erkennen, wenn man es mit Betroffenen ausprobiert. Alle anderen "Wegbar"-Neuerungen bewährten sich bestens.

Die Teamarbeit zwischen den Projektpartnern wurde von allen Seiten sehr gelobt. Schon steht bei Haltern mit den ehemaligen britischen Truppenübungsplätzen "Borkenberge" (18 Quadratkilometer) und Geisheide (14 Quadratkilometer) eine neue gemeinschaftliche Herausforderung bevor, um die dort noch erhaltene typische Heidelandschaft und Fauna langfristig zu schützen. Ungeachtet dieser politischen Dimension genossen die Besucher des Sommerfestes an der Lembecker Bio-Station das reichhaltige Angebot an Spiel, Spaß und Informationen.

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