Bauarbeiten ab 2018

Altendorfer Straße bleibt durchgängig befahrbar

Altendorf-Ulfkotte - Gute Nachricht für die Altendorfer: Wenn 2018 die Regulierung vom Rapphoffs Mühlenbach beginnt, soll die Altendorfer Straße nun doch durch eine Behelfsbrücke durchgängig befahrbar bleiben. Das teilte die Stadt am Dienstag (12.12.) mit.

Diese Perspektive hat Stadtbaurat Holger Lohse in zahlreichen Gesprächen mit dem Lippeverband und der RAG in Ergänzung zum aktuellen Genehmigungsstand auf den Weg gebracht.

Die Behebung von Bergschäden an dem Gewässer wird rund anderthalb Jahre dauern. Vorgesehen war dabei zunächst, die Brücke im Verlauf der Altendorfer Straße ersatzlos abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Die wichtige Verbindungsstrecke wäre damit über den gesamten Zeitraum der Maßnahme nicht durchgängig nutzbar gewesen.

Heftige Kritik von allen Seiten

Diese Planung hatte in Altendorf-Ulfkotte zu heftigen Reaktionen geführt. Die Ratsmitglieder von CDU und SPD hatten sich an die Stadt gewandt und um Nachverhandlung gebeten, auch Bürgermeister Tobias Stockhoff war immer wieder in seinen "Vor-Ort"-Terminen im Stadtteil auf dieses Thema angesprochen worden. Der Abriss der Brücke hätte erhebliche Umwege für den Straßenverkehr bedeutet, damit verbunden wirtschaftliche Belastungen für die Bürger und ökologische Beeinträchtigungen für die Natur.

Verlust von Komfort

Für den ganzen Stadtteil wäre dies ein gewaltiger Verlust von Komfort und Lebensqualität über einen sehr langen Zeitraum gewesen. Holger Lohse, Technischer Beigeordneter der Stadt Dorsten und Mitglied im Verbandsrat des Lippeverbandes, hatte dazu etliche Gespräche mit dem Lippeverband als Träger der Maßnahme und der RAG als Kostenträger geführt. Mit dem Kompromiss zeichnet sich nun die Perspektive ab, für die Dauer der Bauarbeiten eine einspurige Behelfsbrücke über den Rapphofs Mühlenbach zu errichten.

Um den Begegnungsverkehr in beide Richtungen zu regeln, soll sie mit einer Signalanlage ausgestattet werden. Holger Lohse: "Wir sind der RAG sehr dankbar für diesen Kompromiss. Denn diese Brücke ist sicherlich nicht aus der Portokasse zu bezahlen. Fachleute schätzen die Kosten auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag."

Kosten werden kompensiert

Die Beteiligten gehen jedoch davon aus, dass auch die Logistik der Baumaßnahme von der Brücke profitieren wird, so dass die Kosten der Brücke teilweise kompensiert werden können. Bürgermeister Tobias Stockhoff ist Lohse dankbar, dass er die vielen Gespräche im Sinne der Bürger geführt und die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen hat: "Für dieses Problem eine Lösung zu finden, war sicherlich ein dickes Brett. Hier hat der Stadtbaurat gut und konstruktiv zwischen den beteiligten Akteuren vermittelt."

Eine weitere gute Nachricht gibt es in diesem Zusammenhang: Die Fahrbahn der Altendorfer Straße wird im Zuge der Brückenarbeiten auf einer Länge von rund 250 Metern saniert. Auf Initiative der Altendorferin Gundhild Gertig-Mallik gab es vor wenigen Tagen wegen der Straßenschäden einen Ortstermin mit der zuständigen Straßenmeisterei Marl. Deren Betriebsleiterin Bianca Kläsener bestätigte auf unsere Anfrage, dass die schlimmsten Schlaglöcher bis spätestens Anfang des Jahres nahe der Brücke provisorisch verfüllt werde. Nach Abschluss der Brückenarbeiten solle die L 601 dann auf einem Teilstück zwischen Einmündung Polsumer Weg und Hof Schulte-Hemming (an der Stadtgrenze zu Marl) neu asphaltiert werden.

Altendorfer Straße wird für 15 Monate gesperrt

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