Belohnung ausgesetzt

Dorstener Räuber war auch in Dortmund aktiv

Dorsten - Ein Räuber, der in Dorsten einen Lieferwagenfahrer mit einer Schusswaffe bedroht und ausgeraubt hatte, wurde auch in anderen Städten aktiv. Eine Sicherheitsfirma hat eine hohe Belohnung ausgesetzt.

Ein Tabakgroßhändler, der bundesweit tätig ist, wird seit Anfang des Jahres regelmäßig ausgeraubt, zwei der vier Taten geschahen in Dortmund, eine in Dorsten. Die Polizei in Recklinghausen geht von einer Serie aus - das Sicherheitsunternehmen setzt eine Belohnung von 25.000 Euro aus. "Nein", sagt der Mann von dem Sicherheitsunternehmen, "den Tabakgroßhändler kann ich nicht nennen."

Sein Mandant, jener Großhändler, möchte nicht öffentlich genannt werden. Auch den Schaden, der dem Unternehmen zugefügt wurde, will er nicht beziffern. Man könne, sagt er schließlich, davon ausgehen, dass pro Raub ein jeweils fünfstelliger Schaden angerichtet wurde.

Serie begann in Waltrop

Die Serie, die es gibt, begann am 2. Januar in Waltrop. Der Lieferfahrer, der einen Tabakautomaten in einem Wohngebiet bestückten wollte, wurde niedergeschlagen und ausgeraubt. Drei Tage später, am 5. Januar, wurde ein Fahrer des Unternehmens in Dortmund-Bodelschwingh bedroht.

Mit Schusswaffe bedroht

Der Fahrer wurde an seinem Lieferort erwartet, dort bedroht und ausgeraubt. In Dorsten wurde dann knappe zwei Wochen später, am 18. Januar, ein Lieferfahrer mit einer Schusswaffe bedroht, auch hier traten zwei Täter auf. Die 1,85 bzw. 1,75 Meter großen Männer nahmen in diesem Fall nicht nur die Tageseinnahmen des Fahrers, sondern auch seinen Transporter mit. Der wurde später leer aufgefunden, die Zigaretten, die vorher noch im Wagen gewesen waren, waren mitgenommen worden. Im Nachgang dieser Tat veröffentlichte die Polizei Recklinghausen Ende Januar ein Phantombild.

Die bisher letzte Tat geschah am 8. Februar wieder in Dortmund. Hier erwartete lediglich ein Täter einen Fahrer des Unternehmens, bedrohte ihn und nahm die Tageseinnahmen aus dem Wagen, der Fahrer flüchtete in den Verkaufsraum einer Tankstelle. Die vier Fälle werden zusammen im Polizeipräsidium Recklinghausen bearbeitet, dort geht man davon aus, dass es jeweils dieselben Täter waren.

Anonymität zugesichert

In Recklinghausen wird ermittelt, in Klink an der Müritz greift man zu anderen Mitteln: Das dort ansässige Sicherheitsunternehmen, das für den Tabakgroßhändler arbeitet, setzt eine Belohnung von 25.000 Euro für Hinweise aus, die "zur Ergreifung der Täter und dem Auffinden der Beute" führen. Den Hinweisgebern wird Anonymität zugesichert.

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