Benefiz-Aktion

Rund 4000 Euro kamen für die Beschäftigten der abgebrannten Werkstatt zusammen

Mehr als 4000 Euro kamen am Sonntag bei der Benefiz-Aktion für die Beschäftigten der abgebrannten Dorstener Werkstatt auf dem Poco-Parkplatz zusammen. Und das trotz des schlechten Wetters.

Dank eines großen Festzeltes und sehr vielen engagierten Helfern fiel die ehrenamtlich organisierte Benefizveranstaltung am Sonntag für die Dorstener Werkstatt nicht ins Wasser. Trotz fast durchgehender Regenschauer herrschte im trockenen Zelt auf dem Poco-Parkplatz an der Marler Straße beste Stimmung.

Viele Dorstener Firmen, Hilfsorganisationen und Vereine waren nötig und aktiv, um dieses Event zu stemmen. Die vier Hauptorganisatoren, Bea Bierwirth, Kati Warmbier, Daniel Tyburski und Peter Günther, schafften es, trotz aller Widerstände ein tolles Programm auf die Beine zu stellen. So wurden beispielsweise selbst gebackene Plätzchen, handgefertigte Deko, Essen und Getränke oder auch Lose für eine Tombola für den guten Zweck verkauft.

Für alle Beteiligten war es eine Herzensangelegenheit, hier mitzumachen, denn am 15. Oktober hat sich das Leben für die zahlreichen Beschäftigten und Mitarbeiter der Dorstener Werkstatt für Menschen mit Behinderungen schlagartig stark verändert. Ein verheerendes Feuer hatte damals einen großen Teil der Werkstatt in Wulfen zerstört. Körperlich blieben alle Beschäftigten und Angestellten bei dem Brand unversehrt, nur ein Feuerwehrmann hatte Verletzungen erlitten, doch das Erlebnis hat bei vielen der Menschen bis heute tiefe Spuren hinterlassen.

Erlöse kommen den Beschäftigten zugute

Aus diesem Grund hatten die vier, die sich auf Facebook gefunden hatten, zu diesem Event geladen. Die Erlöse sollen nämlich direkt den Betroffenen zugutekommen und nicht in den Wiederaufbau fließen, denn dafür kommt das Geld von den Versicherungen. Die rund 250 Beschäftigten konnten zwar an anderen Standorten in benachbarten Städten untergebracht werden, aber "eine Werkstatt ist immer mehr als ein Arbeitsplatz. Eine Werkstatt ist wie ein Stück Familie", erklärte Heike Strototte von der Geschäftsleitung der Diakonie in Recklinghausen. Mit dem Geld sollen Gruppentreffen oder gemeinsame Ausflüge organsiert werden. So soll die "Familie" bis zum geplanten Wiederaufbau öfters mal zusammenkommen.

Ein Zeichen der Hoffnung und des Wiederaufbaus

Gegen Mittag schaute auch Bürgermeister Tobias Stockhoff vorbei und zeigte sich tief beeindruckt von der Aktion. Er fand passende Worte des Danks und erklärte, warum man sich ohne jegliches schlechtes Gewissen an der Kuchentheke oder den Imbiss Ständen gütlich tun könne. Schließlich sei dies für einen guten Zweck und "solche Kalorien machen nicht dick". Er selbst ging mit gutem Beispiel voran, zückte seine Geldbörse und füllte die Spendendose noch auf der Bühne. Auch den als Dank gedachten und prall gefüllten Präsentkorb spendete er gleich wieder.

Auch Prokuristin Heike Strototte bedankte sich im Namen der Diakonie Recklinghausen für die vielfältige Unterstützung. Sie überreichte den vier Hauptorganisatoren und dem Bürgermeister ein Saatband mit der Bitte, es im Frühjahr zu pflanzen. So soll es dann als Zeichen der Hoffnung und des Wiederaufbaus dienen, aber auch als Sinnbild für die fortschreitende Arbeit an der Wulfener Werkstatt.

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