Berufungsprozess

Ex-Möbelpacker soll bei Umzug in Wulfen Geld und Ehering gestohlen haben

Ein ehemaliger Möbelpacker hat jetzt gegen ein Urteil des Essener Landgerichts Berufung eingelegt. Der 51-Jährige war wegen Diebstahls vom Landgericht zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Erst lief alles glatt, doch dann gab es plötzlich dicke Luft: Vor zwei Jahren ist ein Mann aus Wulfen bei einem Umzug von einem Möbelpacker bestohlen worden. Seit Montag beschäftigt der Fall bereits zum zweiten Mal die Justiz.

51-Jähriger hat bei einer Bottroper Spedition gearbeitet

Der Hauptverdächtige ist ein 51-jähriger Mann, der damals bei einer Bottroper Spedition gearbeitet hat. In einem ersten Prozess am Dorstener Amtsgericht war er schon im November 2017 zu neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Dagegen wehrt er sich nun in der Berufung. Es war der 9. September 2016, als der Angeklagte mit ein paar Kollegen in der Wohnung des Wulfeners aufgetaucht ist. Später fehlten ein goldener Ehering und 400 Euro.

Der Angeklagte will damit allerdings nichts zu tun haben. Schließlich seien ja auch noch andere Möbelpacker in der Wohnung gewesen. Fakt ist allerdings: Der 51-Jährige war der Einzige, der sich damals um das wuchtige Sideboard gekümmert hat, auf dem Ring und Portemonnaie des Kunden gelegen haben. Er hatte es mit Folie umwickelt und verladen lassen.

Ex-Freundin belastet den Angeklagten

Das Portemonnaie war später in einem Wandschlitz unter dem Küchenfenster wiedergefunden worden - natürlich ohne Geld. Der Ehering ist nie wieder aufgetaucht. Belastet wird der angeklagte Möbelpacker vor allem von seiner Ex-Freundin. Die hatte sich bei seinem Arbeitgeber gemeldet und erzählt, dass ihr Partner plötzlich einen goldenen Ring mit eingravierten Namen und überraschend viel Bargeld besessen habe. Dem Angeklagten war daraufhin sofort gekündigt worden.

"Vielleicht will sie mir eins auswischen"

Vor Gericht gab er sich allerdings gelassen: "Vielleicht will sie mir nur eins auswischen." Einen weiteren Diebstahl hat der 51-Jährige dagegen gestanden. Dabei ging es um einen Tablet-Computer, den er bei einem Umzug in Mülheim mitgenommen hatte. Sein Kommentar vor Gericht: "Das Tablet lag auf dem Boden. Ich dachte, es sollte weggeschmissen werden." Der Prozess wird fortgesetzt.

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