Betrugsmasche

Falsche Polizisten am Telefon: In Dorsten häufen sich die Betrugsfälle

Dorsten - Allein seit Montag hat die Polizei 44 Anzeigen von Bürgern bekommen, die in Dorsten von betrügerischen falschen Polizisten angerufen worden sind. Doch die Dunkelziffer ist weitaus höher.

Die Kreispolizeibehörde Recklinghausen warnt vor einer nie da gewesenen Welle von betrügerischen Anrufen in Dorsten. Immer wieder werden Bürger in der Lippestadt von falschen Polizisten angerufen, die von ihnen Geld ergaunern wollen. "Allein seit Montag haben wir 44 Anzeigen bekommen", erklärt Polizeipressesprecher Michael Franz. Die Dunkelziffer sei aber deutlich höher, da nicht alle Fälle der Polizei gemeldet würden.

Immer wieder die gleiche Masche

Die Masche der Betrüger ist immer gleich: Den angerufenen Bürgern wird weisgemacht, ihr Wohnort oder ihre Adresse stehe auf einer Liste mit Einbruchs- oder Durchsuchungszielen. Aus Sicherheitsgründen solle man dann alle Wertgegenstände und Bargeld sammeln und von einem Kollegen der angeblichen Beamten abholen lassen.

Herkunft des Anrufers wird verschleiert

Die Täter agieren häufig aus Callcentern im Ausland. Sie nutzen das sogenannte "Call-ID-Spoofing". Dies ermöglicht die Anzeige einer frei wählbaren Telefonnummer im Display des Angerufenen mittels Internettelefonie. Die wahre Herkunft des Anrufes wird nicht nur verschleiert, es entsteht der Eindruck, der Anruf stamme tatsächlich von der Polizei. "Bei einem Anruf der echten Polizei erscheint jedoch niemals die Rufnummer 110 im Telefondisplay", so Franz. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass die Polizei niemals am Telefon mit den Bürgern Kontakt aufnimmt, um sich Geld oder Wertgegenstände aushändigen zu lassen.

Noch keine Übergabe von Geld oder Schmuck

Es sei sogar schon vorgekommen, dass falsche Polizisten in Dorsten vor der Haustür standen, um ihre Opfer für die Betrugsmasche zu finden. "Aber glücklichweise ist es noch zu keiner Übergabe von Geld oder Schmuck gekommen", so Franz. Er rät, dass die Bürger unbekannten Personen keine Auskünfte über ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten und auch niemals Geld oder Wertsachen an angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten übergeben sollten.

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