Bilanz 2017

Wohnmobilisten fahren auf Dorsten ab

Dorsten - Der Stellplatz neben der Eissporthalle verzeichnete 2017 zwar etwas weniger Übernachtungen, konnte aber mit einigen Verbesserungen punkten.

Der Reisemobilhafen an der Lippe erfreut sich ungebrochener Beliebtheit bei auswärtigen Besuchern. 6192 Wohnmobile wurden an der Crawleystraße im vergangenen Jahr gezählt. "Wir hatten zwar 87 Übernachtungen weniger als 2016, aber das Ergebnis ist trotzdem erfreulich für Dorsten", sagt Karsten Meyer, Geschäftsführer der städtischen Bädergesellschaft. Sie betreibt seit zwei Jahren den Stellplatz neben der Eissporthalle.

Schlechtwetterphasen und Regen

Meyer macht mehrere Schlechtwetterphasen und viel Regen vor allem in der zweiten Jahreshälfte für das leichte Minus verantwortlich. "Deutschlandweit sind deshalb die Übernachtungszahlen auf den Reisemobilhäfen signifikant gesunken." Trotzdem fällt die 2017-Bilanz in Dorsten positiv aus. Der Umsatz wurde laut Meyer um fast 6000 Euro gesteigert, die Kosten sanken um 4000 Euro. In der Summe fuhr der Reisemobilhafen an der Lippe einen Verlust von 21.300 Euro ein. Ein Jahr zuvor waren es 30.000 Euro. "Der Verlust wird vom Bäderbetrieb ausgeglichen", betont der Geschäftsführer.

Kostenloses WLAN

Mit zahlreiche Aufwertungen und Verbesserungen hat der Wohnmobilstellplatz bei den Gästen gepunktet. So wurde im Frühjahr 2017 der Untergrund behandelt und unempfindlicher gegen Regen gemacht und ein Reservierungssystem eingeführt. Auch die Installation von kostenlosem WLAN für die Touristen fand viel Anklang, sagt Meyer. "Persönliche Beratung und Betreuung durch die Platzwarte und die Mitarbeiter unseres Event-Centers, ein verbesserter Brötchenservice sowie Grill- und Spieleabende und musikalische Veranstaltungen geben dem Wohnmobilstellplatz eine persönliche Note. Da kommen viele Besucher gerne wieder."

Und offenbar auch, weil der Stellplatz so schön nah an der Innenstadt liegt. Jeder Zweite hob bei einer Befragung des Bäderbetriebs die Lage positiv hervor. Und: "Jeder Reisende kauft durchschnittlich für ca. 125 Euro in Dorsten ein", so Meyer. Die meisten Touristen kommen aus den Niederlanden, Belgien und Großbritannien und bleiben bis zu vier Tage in Dorsten.

Neue Kooperationen

Für dieses Jahr sind insbesondere kleine Verschönerungsarbeiten und neue Kooperation vorgesehen. So soll der Wohnmobilstellplatz durch neue Sitzgelegenheiten mit Blick zum benachbarten Biotop, verbesserte Außenanlagen und eine neue Beschilderung optisch aufgewertet werden. Meyer: "Speziell für Wohnmobilisten angefertigte Broschüren zu Dorsten und Umgebung, das Angebot einer Schlössertour und auch die persönliche Beratung sollen das touristische Angebot verfeinern." Kooperationen mit Einzelhändlern und vielleicht ein E-Bike-Verleih runden das Angebot ab.

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