Bürgerbegehren

Dorstener unterschreiben zuhauf gegen den Kreishaus-Neubau

Dorsten - Die Bürger laufen Sturm gegen den Kreishausneubau: 1000 unterschrieben zum Auftakt das Bürgerbegehren in Dorsten, Haltern, Marl und Castrop-Rauxel. Die Nachfrage nach den Listen ist enorm.

Die CDU und die Linken im Kreistag haben gegen den Neubau des Kreishauses gestimmt und knapp gegen die Stimmenmehrheit von SPD, Grünen und FDP verloren. Bei der Sammlung von Unterschriften für das Bürgerbegehren gegen den Kreishausneubau und für die Sanierung des 38 Jahre alten Verwaltungsgebäudes sind CDU und die Linken neben Initiator Uwe Kähler aus Dorsten sehr aktiv. "Wir sind ja auch Bürger des Kreises", sagt der Dorstener Ludger Samson, CDU-Kreisverbandsgeschäftsführer.

Telefone stehen nicht mehr still

In seinem Büro der CDU-Kreisgeschäftsstelle an der Castroper Straße 11 in Recklinghausen steht das Telefon nicht mehr still. "Täglich kommen Menschen vorbei, die ich noch nie gesehen habe." "Alle erkundigen sich nach den Listen für das Bürgerbegehren oder möchten wissen, wo es Möglichkeiten gibt, eine Unterschrift zu leisten, damit es zum Bürgerentscheid kommt."

Bis zum 2. Oktober müssen sich mindestens 15.000 wahlberechtigte Bürger aus zehn Kreisstädten in die Unterschriftenlisten eintragen. Ludger Samson sieht sich und seine Mitstreiter auf einem hervorragenden Weg. "Wir haben natürlich auch immer die Datenschutzerklärung parat und achten darauf, dass die Listen beidseitig bedruckt sind. Denn sonst wären sie ungültig." Einen Formfehler wollen die Unterschriftensammler vermeiden, denn sonst wäre die ganze Aktion umsonst.

Sollten die nötigen Unterschriften zusammenkommen (drei Prozent der kommunalwahlberechtigten Einwohner des Kreises), wird es einen Bürgerentscheid geben.

Und die Bürger wollen ein Wörtchen mitreden, dass das Kreishaus nicht neu gebaut, sondern saniert wird, hat Ludger Samson festgestellt: "Wir haben Anfragen aus Rechtsanwaltbüros, von Handwerkern, Ingenieuren und anderen Büros oder Geschäften mit Publikumsverkehr, die Listen haben möchten, um sie auszulegen", sagt er.

Gesammelt wird an Infoständen

Darüber hinaus sammelt die CDU nach dem Auftakt am vergangenen Samstag (4.8.) in den drei kreisangehörigen Städten Dorsten, Haltern und Castrop-Rauxel weiter an Infoständen und in den örtlichen CDU-Büros. Aktionen in den anderen sechs Kreis-Städten werden folgen.

In Dorsten liegen die Listen im CDU-Büro an der Ursulastraße 31 aus; Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags 16 bis 18 Uhr, freitags 10 bis 12 Uhr. Außerdem wird die Dorstener CDU auch an diesem Samstag (11. August) bis 13 Uhr wieder mit einem Infostand auf dem Altstadtmarkt präsent sein: "Nicht unter dem CDU-Schirm, sondern mit dem Logo des Bürgerbegehrens", sagt Ludger Samson. Am ersten August-Wochenende wollten die Sammler den Stand um 12.30 Uhr abbauen. "Dazu sind wir nicht gekommen, weil sich immer wieder Leute in die Reihe angestellt haben."

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