Bürgerpark-Konzert

Der perfekte Abend in der Stadtkrone mit Travis Shane

Dorsten - Die Dorstener haben augenscheinlich einen neuen Lieblingsplatz für sich entdeckt. Denn anders ist der Freitagabend im Bürgerpark Maria Lindenhof nicht zu erklären.

Wo soll das noch hinführen? Mehr als 250 Gäste kamen bereits bei der Konzertpremiere in der vergangenen Woche zu der Pop-Jazz-Gruppe "Wir hatten was mit Björn" - und als am Freitag der US-amerikanische Singer-Songwriter Travis Shane allein mit Gitarre und Mundharmonika das steinerne Rund das Amphitheaters im Bürgerpark Maria Lindenhof betrat, stand er vor einer bunten Wand von fast 500 interessiert lauschenden Zuschauern und -hörern.

Beste Stimmung

Eine angenehm entspannte und lauschige Atmosphäre in der Stadtkrone: Auf der Wiese spielten Kinder Fußball, die Eltern picknickten derweil. Oberhalb des Konzertortes genossen die Besucher der neuen Terrassenbar "Oude Marie" bei Grillgut und kalten Getränken den Blick auf den Kanal oder auf das Amphitheater.

Die Stimmung wurde auch kein bisschen dadurch getrübt, dass das Konzert wegen technischer Probleme mehr als eine Stunde später als geplant beginnen musste.

Alle Altersgrenzen überschreitende Gemeinschaft

Nicht ein Murren, nicht ein Nörgeln war zu hören, kein Zuschauer verließ die lauschige Szene, aller unterhielten sich angeregt auf den Stufen des Theaters mit Freuden, Bekannten und Sitznachbarn. Und alle waren in froher Erwartung, dass sie bei schönem Wetter und freiem Eintritt einen netten Abend in alle Altersgrenzen überschreitender Gemeinschaft verbringen würden.

Schmaler Struwwelpeter

Musiker Travis Shane, ursprünglich aus Pennsylvania stammend und nun in Köln lebend, schien schwer beeindruckt von der großen Resonanz. Ein schmaler Struwwelpeter, der sich schnell frei spielte. Seine Songs handeln von Liebe und Enttäuschungen, von zwischenmenschlichen Befindlichkeiten, die Allgemeingut sind, die jeder nachvollziehen kann, ganz gleich ob in Pittsburgh oder in Porz.

Dazu windet der Musiker seinen Körper, beendet seine Songs immer wieder mit kalkuliert gesetzten emotionalen Ausbrüchen. Hier ein bisschen Leonhard Cohen, dort eine Menge akustische Annäherungen an Bob Dylan - viel Applaus von den Rängen.

Und als "T.S.Steel" zum Abschluss davon sang, dass ein jeder in seinem Inneren King and Queen, also König und Königin ist, war klar: Nicht nur die Dorstener waren in der Stadtkrone angekommen, sondern auch der Künstler selbst.

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