Dorstener Drahtwerke

Drahtwerke feiern Jubiläum und spenden Dorstener Verein 100.000 Euro

Dorsten - Die Dorstener Drahtwerke feiern ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und einem Jubiläums-Emfpang. Eine großzügige Spende kommt Kindern in Dorsten zugute.

So mancher Besucher staunte nicht schlecht: "Es ist eine sehr interessante Veranstaltung", so Bernhard Venhues. "Ich habe nie viel über Draht nachgedacht. Aber wenn man sieht, wie Draht oder auch andere Dinge des alltäglichen Lebens entstehen, hat man ein ganz anderes Verständnis dafür."

Werner Ebers sieht es ähnlich: "Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, für wie viele Dinge Draht verwendet wird und für wie viele Dinge auch Draht aus den Dorstener Drahtwerken." Seine Frau Ingrid ergänzt: "Es ist ein sehr informativer Tag. Die Mitarbeiter erklären alles sehr freundlich und sehr verständlich."

Nicht nur die Mitarbeiter gaben bereitwillig Auskunft beim Tag der offenen Tür anlässlich des 100. Firmenjubiläums der Dorstener Drahtwerke am Samstag - auch die beiden Chefs, Rüdiger und Volker Tüshaus, führten Besuchergruppen übers Firmengelände und beantworteten Fragen.

Blick hinter die Kulissen

Beim Tag der offenen Tür hatten Besucher die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Drahtfertigung und Verarbeitung zu werfen. In den Produktionshallen an der Marler Straße zeigte das Unternehmen technisch hochentwickelte Drahtziehmaschinen und Wickler, die eine hohe, dauerhaft reproduzierbare Drahtqualität ermöglichen.

Jeder Arbeitsschritt bis zum fertigen Draht wurde gezeigt und ausführlich erklärt. Zum Abschluss des Rundganges konnten die Besucher verschiedene fertige Produkte der Dorstener Drahtwerke sehen und auch mal in die Hand nehmen.

"Nur 1,4 Prozent aller Firmen in Deutschland sind 100 Jahre alt oder älter." Mit diesen Worten machten Fee und Paul Tüshaus, die Kinder der Firmeninhaber Rüdiger und Volker Tüshaus, bei der Begrüßung der Gäste zum Empfang am späteren Nachmittag auf die besondere Bedeutung eines solchen Jubiläums aufmerksam.

An dem Standort Werrastraße im Industriepark Marl/Dorsten fand im Anschluss an den Tag der offenen Tür der offizielle Jubiläums-Empfang der Dorstener Drahtwerke mit geladenen Gästen statt. Dabei waren unter anderem Dorstener Lieferanten, ehemalige Mitarbeiter, Bürgermeister Tobias Stockhoff und weitere Vertreter der Stadt.

Begrüßung in neun Sprachen

Fee und Paul Tüshaus begrüßten die Gäste in neun Sprachen, denn auch Vertreter der weltweiten Tochtergesellschaften der Dorstener Drahtwerke waren beim Empfang anwesend. Dann gaben beide einen kurzen Rückblick auf 100 Jahre Firmengeschichte: von der Gründung durch Heinrich Wilhelm Brune über die Umstellung auf Kriegsproduktion im Dritten Reich, die Neuorientierung nach dem Krieg, Wachstum in Zeiten des Wirtschaftswunders bis hin zur Globalisierung unter den jetzigen Firmeninhabern.

Immer wieder waren es mutige Entscheidungen, die das Unternehmen auch in turbulenten Zeiten als Gewinner hervorgehen ließ. Fee und Paul Tüshaus hoben hervor: "Die Dorstener Drahtwerke sind ein ebenso weltoffenes wie heimatverbundenes Unternehmen."

Danach trat Bürgermeister Tobias Stockhoff ans Rednerpult. Er bedankte sich für das soziale Engagement der Familie Tüshaus. In vielfältiger Weise unterstützen sie Sportveranstaltungen, Vereine und Schulen. "Außerdem möchte ich die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten über viele Jahre hinweg erwähnen", so der Bürgermeister.

Der Betriebsratsvorsitzende Markus Kasmaczik lobte die Mitarbeiter der Dorstener Drahtwerke: "Wir haben alle gemeinsam den Karren gezogen, in guten und in schlechteren Zeiten. Wir alle können stolz sein auf 100 Jahre Firmengeschichte."

Auch die Brüder Rüdiger und Volker Tüshaus bedankten sich bei ihren Mitarbeitern. Dann gingen sie über zu einem ernsten Thema: "Kein Kind sollte ohne Schulabschluss sein. Denn ohne Schulabschluss kann es der Gesellschaft entgleiten und was das heißt, zeigen die jüngsten Ereignisse in Chemnitz. Darum möchten wir dem Dorstener Verein "Dorsten dank(t) Dir" eine Spende über 100.000 Euro überreichen, zur Förderung von Kindern, die ohne besondere Mittel ihren Schulabschluss nicht erreichen würden."

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