Ehrenamt in Dorsten hat viele Gesichter

Vier verdiente Dorstener bei der Ehrenamtsgala geehrt

Dorsten - Bei der Ehrenamtsgala wurden am Sonntag vier Menschen für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet. Sie sehen sich aber nur stellvertretend für viele Dorstener, die ebenfalls anpacken.

Was zeichnet Ehrenamtliche aus? Ja, sie helfen, wo andere vielleicht nur zuschauen. Ein nettes Wort ist ihnen meist Dank genug. Und: Sie stehen ungern im Rampenlicht, weil sie sich selber nicht so wichtig nehmen. Diesen Gefallen tat Ludger Cirkel, Winfried Dammann, Johanna Schäfer und Thorsten Gaedeke am Sonntag niemand. Bei der rund dreieinhalbstündige Gala in der rappelvollen Aula St. Ursula wurde der Scheinwerfer auf sie gerichtert, weil sie Herausragendes geleistet haben und noch leisten.

Ludger Cirkel für sein Lebenswerk geehrt

"Ich mache gerne Sachen, in denen es keine festen Strukturen gibt", meinte Ludger Cirkel mit einem Schmunzel. Er wurde für sein Lebenswerk geehrt. Seit 2003 ist er Vorsitzender der Lebenshilfe und war an der Gründung der erfolgreichen - und gemeinnützigen - Beschäftigungsgesellschaft "Dorstener Arbeit" und der Stiftung St. Ursula beteiligt.

Die gute Seele des offenen Heiligabends in Holsterhausen ist seit mehr als 35 Jahren Johanna Schaefer (85). Sie nahm Urkunde und Ehrennadel genauso wie Winfried Dammann (Seniorenbegleitung) und Thorsten Gaedeke (Trägerverein Schwimmbad Lembeck) stellvertretend für viele Menschen entgegen, die es ihnen gleichtun.

"Zieht Euch die jungen Leute heran!"

Im Falle von Thorsten Gaedeke sind das junge Menschen, die letztes Jahr das Dach des Hallenbades repariert haben. "Zieht Euch die jungen Leute heran, dann stirbt das Ehrenamt nicht aus", sagte der Lembecker unter dem Applaus der Zuschauer. Da räumte Bürgermeister Tobias Stockhoffi, der mit Moderator Michael Maiß durch die Gala führte, gerne ein: "Mit so viel Herzblut, wie die Ehrenamtlichen agieren, würde man es bezahlt nicht hinkriegen."

Beifall gab es viel, auch für das beeindruckende Programm, das fast ausschließlich von Talenten aus Dorsten auf die Bühne gebracht wurde: von Sängerin Laetitia Stengel (16), den Ballettschülern des Reece-Studios, den Tänzerinnen der TSG Dorsten und der Gruppe "Voices". Besonders war der Auftritt von Erxhan und Segrio Manaj. Die jungen Albaner aus Herten spielten in ungewohnter instrumentaler Kombination: Geige und Trommel.

Kuratorin Marion Taube animierte das Publikum schließlich, sich bei der "Stadtkrone" auf Maria Lindenhof einzubringen. Mindestens als Besucher, gerne aber auch aktiv und - na klar - am besten ehrenamtlich.

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