Für ehrenamtliches Engagement

Dorstener Firmen sollen Preis bekommen

Dorsten - Wer sich um die Stadt verdient macht, verdient eine Auszeichnung. Was wäre das Ehrenamt ohne die Sponsoren aus der Wirtschaft, die das Ehrenamt unterstützen?. Dorstens Politiker wollen diese Firmen mit einer Plakette auszeichnen. Die Stadt ist auch dafür.

Ohne das ehrenamtliche Engagement ihrer Bürger stünde die Stadt Dorsten auf verlorenem Posten. Ein klares Bekenntnis zum Ehrenamt liefern aber nicht nur die Bürger ab, sondern auch zahlreiche Wirtschaftsunternehmen der Stadt. Das haben die politischen Vertreter der Ratsfraktionen der CDU, Grünen und FDP festgestellt und fordern nun in einem interfraktionellen Antrag an die Stadtverwaltung, dass sie ein Konzept entwickelt, das besonderes Engagement im Ehrenamt, aber auch nachhaltiges Engagement im Bereich des Klima- und Umweltschutzes auszeichnet.

In der Ratssitzung am Mittwochabend sagte Bernd Schwane für die CDU-Fraktion: "Das ehrenamtliche Engagement in Dorsten ist herausragend, wir bedanken uns als Rat mit Ehrenamtspreisen, Stadtplakette oder Ehrennadeln für den Einsatz der Bürger. Auf der anderen Seite gibt es aber auch zahlreiche Firmen, die sich für die Belange der Stadt und ihrer Bürger als Sponsoren verdient machen. Sonst könnten wir viele Projekte gar nicht mehr durchführen."

Umweltschutz verdient AnerkennungViele Firmen würden sich auch im Umweltschutz verdient machen. Deshalb: "Wir würden gerne die Vertreter dieser Unternehmen durch eine Urkunde oder eine sichtbare Tafel, die im Eingangsbereich der Firmen angebracht werden könnte, ehren", so Schwane weiter. Susanne Fraund (Grüne) ergänzte: "Das ehrenamtliche Engagement hat stark zugenommen, es ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Instrument, um das Gemeinwohl zu fördern." An sie sei die Frage gestellt worden, wie die Stadt denn den Einsatz der Unternehmer würdigen wolle, die sich für die Gemeinschaft starkmachen. Betriebe, die sich in der Stadt bei Klima- und Umweltschutz hervorheben, sollten gewürdigt werden: "Das hat in unserer Stadt einen bestimmten Wert."

Gemeinsam entscheidenWer ausgezeichnet werden soll, solle nicht allein dem Bürgermeister überlassen werden: "Das wollen wir gemeinsam entscheiden", sagte Fraund. Tristan Zielinski (FDP): "Die Stadt funktioniert nicht ohne Ehrenamt, das Ehrenamt nicht ohne verdiente Unternehmer, die das Sponsoring übernehmen. Uns ist wichtig, eine Form der Wertschätzung zu zeigen."

Der Antrag wurde auch von der SPD begrüßt, die sich eine Auszeichnung nach Vorbild von "Ökoprofit" vorstellen kann. Die Verwaltung versprach im Gegenzug, ein Konzept für die spezielle Auszeichnung von Unternehmen zu entwerfen.

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