Feuerwehr-Einsatz

Feuer zerstört Dorstener Werkstatt für Menschen mit Behinderungen

Ein Feuer hat am Montag große Teile der Dorstener Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Wulfen zerstört. Mehr als 200 Menschen mussten evakuiert werden. Verletzt wurde niemand.

Rund 130 Einsatzkräfte aus Dorsten, Marl, Haltern, Recklinghausen und Gladbeck waren im Einsatz an der Thrüringer Straße. "Die Löscharbeiten werden bis zum Abend andauern", sagte der Pressesprecher der Feuerwehr Dorsten, Markus Terwellen. Teile des Gebäudes seien komplett zerstört. "Man kann von einem herben Verlust ausgehen."

Gemeldet wurde der Brand um 12.39 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich rund 200 Menschen mit Behinderungen und etwa 30 Mitarbeiter in dem Gebäude. Die Evakuierung klappte reibungslos. Eine laut Feuerwehr zunächst vermisste Person wurde im Außenbereich aufgefunden.

"Wir führen regelmäßig Evakuierungsübungen durch, die haben heute zum Glück gegriffen", sagte Thomas Rittner, der Arbeits- und Brandschutzbeauftragte der Diakonie im Kreis Recklinghausen. Die Diakonie betreibt die Dorstener Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. "Alle Personen haben das Gebäude ruhig verlassen und sich an einer Stelle gesammelt", so Thomas Rittner. Betreuer kümmerten sich um die psychologische Erstversorgung und brachten die Personen anschließend in Bullis nach Hause.

Die Werkstatt bleibt bis auf weiteres geschlossen. "Wir bitten alle Beschäftigten, bis einschließlich Freitag zu Hause zu bleiben", so Diakonie-Sprecher Michael Wiese. "Freitag werden dann alle von der Diakonie benachrichtig, wie es weitergeht."

Zu Höhe des Sachschadens gibt es noch keine Angaben. "Die Hauptsache ist, dass niemand verletzt wurde", sagte die Geschäftsführerin der Diakonie im Kreis, Christa Stüve. "Die Mitarbeiter haben toll reagiert."

Brandursache noch ungeklärt

Die Brandursache ist noch ungeklärt. Das Feuer brach nach ersten Informationen im Montagebereich der Werkstatt aus und breitete sich über das Dach aus. Werkstatt, Umkleide, Aufenthaltsraum, Speisesaal und Küche waren vom Feuer betroffen. Auch an einer angrenzenden Lagerhalle entstand Schaden. Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, weil das Gebäude zum Teil einsturzgefährdet war und das Feuer nur von außen gelöscht werden konnte.

Weniger betroffen waren der Verwaltungstrakt sowie die Metallwerkstatt, in der etliche Maschinen stehen. Die Polizei sperrte das Areal rund um die Werkstatt im Gewerbegebiet Dimker Heide großräumig ab.

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