Gebäude unter Denkmalschutz

Kohle-Haus am Marktplatz wird verkauft

Dorsten - Das denkmalgeschützte "Kohle-Haus" am Dorstener Marktplatz wird verkauft. Das steht offenbar fest. Viele weitere Dinge sind dagegen noch unklar.

"Die Verträge werden in nächster Zeit unterschrieben", bestätigte Eigentümer Stefan Lahme auf Anfrage. Der Käufer übernimmt das Gebäude vermutlich zum 1. April 2018. Um wen es sich handelt, wollte Stefan Lahme nicht sagen.

Was aus den Mitarbeitern des traditionsreichen Juweliergeschäftes wird, ist unklar. "Das ist Sache des neuen Eigentümers", sagte Stefan Lahme. Er ist der Neffe des im vergangenen Jahr verstorbenen Juweliers Max Kohle und hatte das prägnante Haus geerbt. "Ich bin zu weit weg und kann mich nicht kümmern", erklärte der Augenoptiker aus Ingolstadt den Verkauf.

Seit 1891 im Familienbesitz gewesen

Der Name Kohle ist seit vielen Jahrzehnten untrennbar mit dem Wohn- und Geschäftshaus am Marktplatz verbunden. Mit seiner Marmorfassade im Erdgeschoss und den roten Klinkern im Obergeschoss gehört es zu den prägenden Bauten, die Dorstens "gute Stube" säumen. 1891 erwarb der Großvater von Max Kohle das Eckhaus am Marktplatz. Der schwere Bombenangriff auf die Dorstener Innenstadt am 22. März 1945 vernichtete das ursprüngliche Gebäude.

"Das heutige Wohn- und Geschäftshaus war das erste Gebäude, das am Markt nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde", berichtete Max Kohle stets voller Stolz. Ungewöhnlich war dann Ende 2014 die Initiative von Kohle, das Haus unter Denkmalschutz stellen zu lassen. Denn Denkmalschutz ist ja auch mit Verantwortung, Auflagen und Kosten verbunden.

Im Februar 2015 erhielt Kohle die Urkunde, die sein Haus am "Markt 7" als Denkmal ausweist. Vertreter von Politik und Verwaltung enthüllten damals die dazu gehörende Plakette an der Fassade.

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