Gemeindefusion in Hervest

Drei Hervester Gemeinden zu einer fusioniert

Hervest - Aus dreien ist eine geworden: Die Gemeindefusion von St. Marien, St. Josef und St. Paulus in Hervest ist offiziell. Nach zähen "Verhandlungen" und vielen Stolpersteinen geht es für die neue Pfarrgemeinde nun auf in die Zukunft.

Die Kirchenbücher sind geschlossen, die drei eigenständigen Hervester Gemeinden St. Josef, St. Marien und St. Paulus Geschichte. Die Fusion ist seit dem gestrigen Sonntag offiziell. In einem feierlichen Gottesdienst hat Weihbischof Dieter Geerlings aus den drei Hervester Kirchengemeinden eine große Pfarrgemeinde gemacht - und damit dem langen Prozess der Fusion ein Ende gesetzt.

"Was wir heute begehen, wird von manchen als großer Einschnitt und als Reduzierung wahrgenommen", sagte er in seiner Begrüßungsrede. Und so manches Gemeindemitglied in der voll besetzten Josefskirche fühlte sich sicher angesprochen, als er fortfuhr: "Nicht wenige stimmt es traurig und sie sorgen sich, dass das ein Abbruch des kirchlichen Lebens zur Folge haben könnte." Aber hier verwies er auf das Motto, das die drei Gemeinden, die fortan als Pfarrgemeinde unter dem Namen St. Paulus zusammengehören, dem Gottesdienst gegeben hatte. "Paulus ist das, was wir daraus machen!" stand als Titel auf den Kirchheften.

In diesem Sinne riet Geerlings dazu, in die Zukunft zu schauen, sich den Veränderungen zu stellen und die Kirche aktiv zu gestalten.

Wie berichtet, hatte es im Vorfeld der Fusion einige Stolpersteine gegeben - zeitlich hat sie sich deshalb auch etwas verzögert. Das war aber auch in Ordnung so, sagte Ursula Bensch, Vorsitzende des Pfarreirats St. Marien und Mitglied der Steuerungsgruppe für die Fusion. "So etwas braucht Zeit. Es war eine intensive und konstruktive Arbeit und wir freuen uns, dass es jetzt vollbracht ist", sagte sie im Anschluss an den Gottesdienst.

Vieles soll erhalten bleiben

In diese Freude stimmte auch Christoph Hauptvogel, ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe, ein. "Wenn drei eigenständige Gemeinden zusammengehen, müssen sie natürlich viel hinter sich lassen. Aber es werden auch viele Dinge erhalten bleiben", sagte er.

Die letzten symbolischen Stolpersteine, die im Kreuzweg der Kirche aufgestellt waren, räumten dann noch die Kinder beiseite. Diejenigen also, denen das größte Stück von der Zukunft der fusionierten Pfarrgemeinde gehört. Denn drei Kirchenbücher sind zwar am Sonntag geschlossen worden. Weihbischof Dieter Geerlings hat aber auch ein ganz neues aufgeschlagen, dessen blanke Seiten in den kommenden Jahren mit Leben gefüllt werden sollen.

Die Änderungen im Überblick:

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