43. Geschichtsstation eingeweiht

Neuer Brunnen macht Dorsten "ein Stück schöner"

Die Brunnenanlage am Essener Tor in Dorsten ist ein Schmuckstück geworden. Die benachbarte Geschichtsstation erlaubt einen Blick in die Vergangenheit dieses prägnanten Ortes.

"Im Kölnischen Krieg im 16. Jahrhundert wurde das katholische Dorsten von anstürmenden protestantischen Truppen bedroht. Am Vorabend des Angriffs zeigten sich die Dorstener Männer siegesgewiss. So siegesgewiss, dass sie schon vor der Schlacht den bevorstehenden Sieg mit reichlich Alkohol feierten. Beim Angriff schliefen die Männer ihren Rausch aus und die Dorstener Frauen verteidigten erfolgreich die Stadt."

43. Geschichtsstation steht am Essener Tor

Diese und andere Geschichten aus Dorstens Vergangenheit erzählte Hans Jochen Schräjahr vom Verein für Orts- und Heimatkunde bei der Übergabe der 43. Geschichtsstation "Essener Tor" am Samstagnachmittag. Dieser Anlass wurde verbunden mit der feierlichen Einweihung der von den Altstadtschützen in Zusammenarbeit mit Dorstener Unternehmern und Bürgern neugestalteten Brunnenanlage am Essener Tor.

"Das Projekt ist zur Nachahmung empfohlen"

Viele Dorstener freuen sich über die neue Anlage. Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff lobte die Initiative der Altstadtschützen. "Mit dieser Maßnahme haben die Altstadtschützen unsere Stadt ein Stück schöner gemacht. Ein Projekt, dass zur Nachahmung empfohlen ist." Stockhoff wies auf Besonderheiten bei der Neugestaltung hin: "Man durfte nicht zu tief graben, weil an dieser Stelle in der Vergangenheit ein Gaswerk stand."

Finanziert wurde die neue Brunnenanlage unter anderem auch mit Fördergeldern des Strukturprogrammes "Wir machen MITte".

Die Geschichtsstation auf dem neuen Platz schildert wichtige Ereignisse am Essener Tor von 1251 bis 2018. In bewährter Zusammenarbeit des Lions Club Dorsten-Hanse, des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten und der Stadt Dorsten entstand die mittlerweile 43. Geschichtsstation in Dorsten. "Viele andere Städte beneiden uns um unsere Geschichtsstationen", so der Bürgermeister.

"Man erfährt viel über die Vergangenheit"

Nach der Enthüllung der Tafel war sie sogleich von vielen neugierigen Bürgern umringt. "Man erfährt mit den Geschichtstafeln vor Ort viel über die Vergangenheit unserer Stadt", sagt Maria Schmitz. "Das macht mehr Spaß als ein Geschichtsbuch zu lesen."

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