Große Hilfsbereitschaft

Nach Einbruchserie: Kita Marler Straße wird mit Spenden überschüttet

Dorsten - Nach einer Einbruchserie innerhalb von fünf Wochen ist die Kindertagesstätte an der Marler Straße mit Spenden überschüttet worden. Die Diebe hatten den Kindern sogar die Süßigkeiten geklaut.

Elternbeirätin Kristin Dominiak spricht aus, was Kinder und Erzieherinnen in der Kita an der Marler Straße über die Welle der Hilfsbereitschaft denken: "Wir, die Kinder, Erzieher und Eltern, sind unendlich dankbar für die viele Hilfe und die vielen Anrufe zur weiteren Unterstützung. Das hat uns, gerade die ersten Tage, doch sehr aufgemuntert."

Die ersten Tage nach der Einbruchserie waren alles andere als unterhaltsam. Insgesamt dreimal in nur fünf Wochen wurde die Einrichtung im Stadtsfeld von Unbekannten heimgesucht. Zum ersten Mal waren die Täter in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai in die Kita eingedrungen. Dann folgte die Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli, dann vom 1. Juli auf den 2. Juli. Die Eindringlinge hinterließen eine Spur der Verwüstung und scheuten sich nicht, den Kindern den Süßigkeitenvorrat zu stehlen. Sie hatten es relativ leicht: Nach dem ersten Einbruch, bei dem eine Glasscheibe eingeschlagen worden war, drangen die Täter durch die lediglich mit einer Holzplatte gesicherte Schwachstelle wieder ein.

"Die Täter haben vieles zerstört und mitgenommen. Sie traten mehrere Türen ein und durchsuchten alle Räume", teilte Kristin Dominiak seinerzeit auf unsere Anfrage mit. Geklaut wurden neben Süßigkeiten, Wasserspender und Spielzeug. Und immer wieder Bollerwagen, um die Beute abzutransportieren. Weil die Diebe sich darüber hinaus erlaubten, sämtliche Räume auf den Kopf zu stellen, bescherten sie den Erzieherinnen jede Menge Zusatzarbeit. Sie mussten nämlich nach den unerbetenen Besuchen in Sonderschichten wieder aufräumen.

Aufgrund der Berichterstattung in der Dorstener Zeitung setzte daraufhin eine Hilfswelle ein. Für die sich Kristin Dominiak am Freitag im Namen aller Beteiligten bedankte.

Alarmanlage vertreibt ungebetene Besucher

"Von der Volksbank haben wir eine Alarmanlage spendiert bekommen. Edeka Weierstahl und Rewe an der Händelstraße spendeten Lebensmittel und Süßigkeiten. Außerdem haben wir jetzt ein Soda-Stream-Gerät und Flaschen sowie Sirup. Einzelne Bürger spendeten ebenfalls. Das macht uns froh." Am Ende seien die Anrufe und Gaben der Dorstener so umfassend gewesen, dass die Leiterin der Einrichtung sogar abwinken musste: "Das reicht jetzt, herzlichen Dank an alle."

Die Täter hat die Polizei noch nicht erwischt

Die Täter, die dreimal in die Einrichtung eingedrungen waren, sind noch auf freiem Fuß. Polizeisprecher Michael Franz sagte am Freitag auf unsere Anfrage: "Wir haben sie noch nicht. Es hat keine Hinweise gegeben." Dabei war die Vorgehensweise der dreisten Eindringlinge immer dieselbe gewesen. Außerdem müssten die Diebe zwei Bollerwagen haben. Die hatten sie nämlich auch geklaut.

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