Hammbachbrücke

Im Herbst laufen die Hervester wieder über Wasser

Dorsten - Die Hammbachbrücke als Querungshilfe zum Blauen See und direkte Verbindung zwischen Hervest und Holsterhausen soll im Herbst fertig sein. Dann laufen die Hervester wieder über Wasser.

Mit guten Nachrichten ist Hervest nicht immer gesegnet. Drei für die Hervester wichtige Brücken sind zurzeit nicht zu gebrauchen. Das sind die Hammbachbrücke, die Zechenbahnbrücke und die Wienbachbrücke im Marienviertel. Das nervt die Hervester gewaltig. Ihren Zorn und ihr Unverständnis für die ruhenden Baustellen verdeutlichten sie wiederholt bei den regelmäßigen Stadtteilversammlungen, den Hervestkonferenzen.

Alte Brücke abgerissen

2015 wurde die alte, marode Hammbachbrücke abgerissen. Seitdem müssen die Menschen aus dem Marienviertel Umwege gehen. Für die Hervester aus dem Marienviertel ist die Brücke der kürzeste Weg ins benachbarte Holsterhausen. Zurzeit gehen sie Umwege, um dorthin zu gelangen. Anstelle der abgerissenen Holzbrücke, die von einem Bachufer zum anderen führte, soll eine Aluminiumbrücke gebaut werden. Sie kostet 120.000 Euro, hat eine Spannweite von 26 Metern und kann barrierefrei auch von Rollstuhlfahrern benutzt werden.

Keine Firmen gefunden

Doch die Brücke ließ lange auf sich warten. Am Mittwoch aber konnte Tiefbauamtsleiter Johannes Büsken auf Anfrage der Hervestkonferenz, die im Juni getagt hatte, gute Nachrichten verkünden. Er teilte mit, dass der Auftrag an eine Firma erfolgreich vergeben werden konnte. Für den Neubau bzw. die Sanierung der Hammbach- und Zechenbahnbrücke fand die Stadt lange Zeit keine Bewerber, obwohl sie die Brückenbauarbeiten mehrfach ausgeschrieben hatte. "Es gibt keine freien Kapazitäten mehr auf dem Markt", machte Stadtbaurat Holger Lohse ungeduldigen Hervestern auf Nachfrage deutlich. Der Markt sei abgegrast, die Firmen seien vollbeschäftigt.

Dass es nun bei der Hammbachbrücke geklappt hat, wird von den Hervestern freudig begrüßt. Sie haben die auf Facebook von der Zukunftsinitiative Marienviertel verbreitete Information kommentiert: "Das ist ja erstmal eine gute Nachricht", meint Raimund Euler.

Auftrag für den Überbau

Tiefbauamtsleiter Johannes Büsken: "Der Auftrag für den Überbau, also das eigentliche Brückentragwerk, ist inzwischen vergeben. Derzeit laufen die Abstimmungen mit dem Auftragnehmer hinsichtlich Ausführung, Statik. Mit der Anlieferung des Brückentragwerkes rechnen wir nach derzeitiger Zeitplanung im August/September. Ergänzend dazu müssen noch Fundamente erstellt werden und Anpassungsarbeiten an den Wegen erfolgen. Insgesamt rechnen wir derzeit mit einer möglichen Verkehrsfreigabe für die Brücke im Herbst dieses Jahres."

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