Heimatverein lehnt Vorschlag von PETA ab

In Hervest gibt´s kein Veggie-Fest

Dorf-Hervest - Die Tierschutzorganisation PETA hat dem Heimatverein vorgeschlagen, das Schlachtfest in ein Veggie-Fest umzuwandeln. Ernst gemeinter Vorschlag oder reine PR?

Folgenden Deal hat die Tierschutzorganisation PETA dem Heimatverein Dorf Hervest für das Schlachtfest, das am Freitag stattfindet, vorgeschlagen: Wenn die Dorstener ihr traditionelles Fest in ein Veggie-Fest unter dem Motto "Tiere achten statt schlachten" umbenennen, spendiert die Tierschutzorganisation 500 vegane Würstchen samt veganen Rezeptvorschlägen. Das hat PETA am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. "Töten kann kein Fest sein", erklärte René Schärling von PETA auf Anfrage der Redaktion. Tradition rechtfertige niemals Tierquälerei.

Waidgerecht geschossen

Dem Vorwurf, Tiere zu quälen oder sie nicht zu achten, weist Hans Fromm, Vorsitzender des Heimatvereins, strikt von sich. Beim Schlachtfest gibt es in diesem Jahr Wild, das ein Berufsjäger waidgerecht geschossen habe. Es kommt für die Teilnehmer zubereitet auf den Tisch - mit einem Schlachtfest im traditionellen Sinne, bei dem Tiere feierlich und gemeinschaftlich zerlegt und verzehrt wurden, hat das (vom Namen abgesehen) nur noch wenig zu tun.

Wildschwein auf den Tisch

Hans Fromm erteilt PETA eine Absage: Beim Schlachtfest am kommenden Freitag (19. Januar) gibt es also keine veganen Würstchen, sondern wie geplant Wildschwein. "Und wir lassen es uns schmecken", sagt Hans Fromm gelassen. Den Veggie-Fest-Vorschlag hat PETA laut René Schärling übrigens nicht nur dem Dorstener Heimatverein gemacht. An circa 80 Vereine wurde so herangetreten. Dass es sich bei dem Aufruf um einen reinen PR-Aufruf handele, weist er zurück. "Wir meinen das ernst", sagt er klar. "Das Angebot gilt nächstes Jahr auch noch. Die Vereine brauchen ja oft auch etwas Vorlauf." Von den 80 Vereinen hat sich bisher einer mit positiver Antwort zurückgemeldet.

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