Ab Herbst 2018

Grüne Tonne für den privaten Blätterabfall

Dorsten - Wer die Laubmassen im heimischen Garten in den Griff bekommen will, der kann ab Herbst 2018 bei der Stadt gegen eine Gebühr von 57,60 Euro ein weiteres Abfallgefäß bestellen.

Die Politik stimmte in der jüngsten Sitzung des Dorstener Betriebsausschusses der Einführung einer neuen 240-Liter-Laubtonne zu. "Das ist viel Leistung für schmales Geld", hieß es aus Reihen der Ausschussmitglieder. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat bei seiner heutigen Sitzung um 17 Uhr im Rathaus.

Von Oktober bis Dezember

Hauseigentümer können das Gefäß dann freiwillig für die Zeit von Anfang Oktober bis Mitte Dezember beim Entsorgungsbetrieb der Stadt anmieten und sich liefern lassen - zum Saison-Preis von 57,60 Euro. "Wir haben zunächst mit 100 interessierten Haushalten kalkuliert", erklärte Johannes Windbrake, Leiter der Einrichtung. "Die zahlen keine 3 Euro pro Abfuhr."

Tonne wird 20-mal gelert

Denn die Tonnen sollen in den Herbstmonaten 20-mal geleert werden. "Zweimal die Woche aus wirtschaftlichen Gründen parallel zur Laubcontainerabfuhr", so Windbrake. Auch mehrere Hausbesitzer können sich nach seinen Angaben zusammentun, um sich die Kosten für das neue Angebot zu teilen.

Nach dem zehnwöchigen Gebrauch holt die Stadt die Gefäße wieder ab, reinigt sie und lagert sie auf dem Betriebshof an der Wienbecke. "Die Bürger müssen die Tonnen nicht bei sich zu Hause unterstellen", so Windbrake gegenüber unserer Zeitung. Zum Aussehen der Gefäße erklärte er: "Graue Einheitstonne mit grünem Deckel."

"Angebotslücke geschlossen"

Johannes Windbrake glaubt, mit dem neuen Angebot die Angebotslücke zwischen Biotonne und großen Laubcontainern füllen zu können. "Wir sind gespannt, wie groß die Nachfrage ist", sagte er. "90 wären schon gut, 200 wären noch besser." Er glaubt, dass vornehmlich ältere Menschen das Angebot nutzen werden, "um bequem und ohne lange Wege" das privat anfallende Laub entsorgen zu können.

Teil der neuen Abfallsatzung

Die "Grüne Tonne" ist Teil der neuen Abfallsatzung der Stadt, die der Ausschuss am vergangenen Montag verabschiedete. Sie beinhaltet auch geringere Abfall- und Winterdienstgebühren. Insgesamt fast 500.000 Euro gibt die Stadt damit aus den in den vergangenen vier Jahren erzielten Überschüssen an die Bürger zurück. Macht 6 Euro pro Jahr/Einwohner beim Restmüll, jeweils gut 4 Euro bei der Winterwartung.

"Das sind jeweils ein, zwei Cappuccinos", kommentierte Ausschuss-Vorsitzender Dr. Ulrich Guthoff (SPD). Die Politik freute sich aber immerhin, dass die Gebühren damit wieder auf dem Niveau von 2014 seien. Der Rückgang sei nicht groß, so Rainer Thieken (CDU): "Aber auf der anderen Seite hätten wir bei einer Erhöhung von 6 Euro bestimmt viel Schelte gekriegt."

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