Hochwasser in Dorsten

Lippe-Pegel fällt frühestens am Sonntag

Dorsten - Der Pegel der Lippe hat am Freitagnachmittag die Acht-Meter-Marke überschritten. Während der Lippeverband keinen Grund zur Besorgnis sieht, bemühen sich andernorts Helfer, ein Kulturdenkmal vor Schäden zu schützen.

Schneeschmelze und teils starke Regenfälle haben den Wasserstand von Bächen, Seen und der Lippe deutlich steigen lassen. Im Bereich der Altstadt hatte der Pegel am Freitagmorgen bereits einen Stand von über 7,80 Meter erreicht, am frühen Abend war die Acht-Meter-Marke überschritten. Die Mitarbeiter vom Lippeverband sind in Bereitschaft und kontrollieren die Deiche nun regelmäßig.

Das interne Hochwasserinformationssystem (HOWIS) des Lippeverbandes ist eine Art Warnsystem. Eine Ampel zeigt an, wie kritisch der Wasserstand der Lippe ist. Am Pegel in Dorsten orientiert sich das System für den gesamten Bereich der unteren Lippe. "Mit jedem Zentimeter, der jetzt drauf kommt, steigt auch die Strömungsgeschwindigkeit der Lippe", sagt Michael Steinbach, Pressesprecher des Lippeverbandes. Grund zur Sorge bestehe aber nicht. "Wir erwarten eine Regenpause, ab Sonntagnachmittag sollte der Wasserstand sinken", bestätigte Steinbach.

Treibgut an der Mühle

Die Tüshaus-Mühle in Deuten hatte am Freitag ihr Maximum an Wasser erreicht, betonte Thomas Gerling, der zweite Vorsitzende des Fördervereins. "Da das Hochwasser auch jede Menge Treibgut mitbringt, müssen wir regelmäßig unsere Schmutzfänge sauber machen. Einerseits ist das Wasser gut für unsere Stromproduktion, aber andererseits birgt es das Risiko, dass der angrenzende See überlaufen könnte", sagte Gerling. "Als letztes Mittel konnten wir die Staubretter im Bereich der Mühle entfernen, dann könnte es aber sein, dass wir sie, aufgrund des Alters, nicht wieder eingesetzt bekommen."

Auch der Barkenberger See ist derzeit über seine Ufer getreten. So ist zum Beispiel der Weg überschwemmt, eine Bank steht im Wasser.

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