Hohe Brücke

Die Feldmärker Schützen feierten die Eröffnung der Hohen Brücke vor fünf Jahren

Vor fast genau fünf Jahren, am 10. November 2013, wurde die Fußgängerbrücke "Hohe Brücke" mit einem Fest wiedereröffnet - ein Grund zum Feiern. Der Schützenverein hatte am Sonntag eingeladen.

Pünktlich um 11 Uhr fanden sich viele Feldmärker Bürger und geladene Gäste am Vorplatz des Brückenkopfes an der Gelsenkirchener Straße zum kurzweiligen Frühschoppen ein. Bereits vor zwei Wochen hatten die Schützen die Brücke und das Umfeld mit einer Säuberungsaktion für diese kleine Festivität vorbereitet: Die Betonbodenplatten, das Geländer, die kleinen Mauern an den Brückenköpfen und die Sitzbänke wurden gründlich mit Hochdruckreinigern gesäubert und der Weg auf der Westseite zur Feldhausener Straße wurde mit einer starken Bürstenkehrmaschine von Laub und Dreck befreit.

Die Schützen hatten alles bestens vorbereitet

Am frühen Sonntagmorgen hatten die Schützen das Fest vorbereitet, indem sie Getränke- und Ess-Stände sowie Sitzgelegenheiten unter Pavillons aufgebaut hatten. In seiner Eröffnungsrede erinnerte der 1. Vorsitzende Dieter Dreckmann an die Sperrung der Hohen Brücke wegen erheblicher Baumängel im Jahr 2013 durch die Stadt: "Niemand wollte auf das Wahrzeichen der Feldmark verzichten, auf die unverzichtbare und historische Querung, auf die sicherste und kürzeste Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen den beiden Feldmarken zur Stadt, zur Schule, zur Arbeit und auch zum Friedhof."

Der Schützenverein hatte dazu die Patenschaft für die Hohe Brücke übernommen und die Sanierungsaktion federführend in die Hand genommen. "Viele haben es uns, einem Schützenverein, damals nicht zugetraut, so ein Objekt, so eine Aufgabe abzuwickeln", sagte Dieter Dreckmann, "aber wir haben es gemeinsam geschultert und geschafft und dürfen auch heute nach fünf Jahren mit Fug und Recht sagen: Wir haben richtig entschieden, wir haben richtig und konsequent gehandelt, der bedingungslose Einsatz hat sich gelohnt".

Vorsitzender bedankte sich für das große Engagement

Der Vorsitzende bedankte sich nochmals für die großzügige Spendenbereitschaft und das Engagement der Feldmärker Bürger und Firmen vor fünf Jahren sowie für die gute Zusammenarbeit mit den Fachämtern und dem Rat der Stadt und die gewissenhafte Arbeit der Fachfirmen Metallbau Breuer, Montagefirma T+K Timmer und des Betonwerks Voßbeck-Elsebusch.

Die Erler Jäger unter der Leitung von Oliver Jahnich waren am Sonntagmorgen für die musikalische Unterhaltung engagiert worden. Einige Schützenfrauen backten frische Waffeln und knusprige Reibekuchen oder schenkten Kaffee, Glühwein und Kinderpunsch aus.

Die Schützen der 3. Kompanie kümmerten sich um die Ausgabe von Kaltgetränken und leckeren Grillwürstchen. Das amtierende Königspaar Tobias Nordmann und Ramona Nitsch betreute zusammen mit dem Prinzregentenpaar Friederike Nordmann und Thomas Nitsch die Ausgabe der heliumgefüllten Ballons für den Luftballonwettbewerb der Kinder.

Die Brücke hat zwei Ortsteile zusammengeschweißt

Die Brücke aus Stahl und Beton hat damals, wie auch heute noch, nicht nur die Menschen zweier Ortsteile (Feldmark I + II) zusammengeschweißt, sondern auch das Wir-Gefühl auf ganz besondere Art und Weise gestärkt. Sie hat dafür gesorgt, dass der Stadtteil Dorsten-Feldmark das bleibt, was er für alle sein soll: der Ort, an dem sich die Bürger wohlfühlen - so die einhellige Meinung bei dem Fest.

Passend zu diesem Gedanken wurde am Sonntag zur Stadtteil-Baumpflanzung am westlichen Brückenkopf an der Feldhausener Straße eingeladen. Unter musikalischer Begleitung zog die ganze Fest-Gesellschaft in einem Zug über die Brücke auf die andere Seite. Hier war bereits am Freitag von der Stadtgärtnerei der Feldmark-Apfelbaum "Goldrenette Freiherr von Berlepsch" fachmännisch eingepflanzt worden. Bürgermeister Tobias Stockhoff und Stadtkrone-Kuratorin Marion Taube hatten die Aufgabe, den Apfelbaumstamm mit einem Sisalseil an seine Haltestange zu binden und ihn für ein gutes Wachstum anzugießen.

Marion Taube erwähnte in ihrer anschließenden Rede, dass sie eine besondere Beziehung und schöne Kindheitsgedanken in Bezug auf die Hohe Brücke habe, da sie mit ihren Großeltern oft dorthin gegangen sei, um darunter herfahrende Züge anzuschauen.

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