50 Jahre EC-Karte

Volksbank-Mitarbeiter bastelten EC-Karten 1968 in Handarbeit zusammen

Ein unentbehrlich gewordenes Zahlungsmittel ist in die Jahre gekommen: die EC-Karte, heute als Girocard bekannt. Sie wird in diesen Tagen 50 Jahre alt.

Dazu befragten wir den Marketingchef der Vereinten Volksbank Dorsten, Manfred Hürland.

Wie war das für Kunden und Banken, als die EC-Karte vor 50 Jahren, am 17. Oktober 1968, eingeführt wurde?

Die ersten EC-Karten der Volksbank entstanden wie überall in echter Handarbeit: Name, Kontonummer und weitere Daten wurden jeweils per Schreibmaschine auf Papierbögen getippt. Das Ganze wurde ausgeschnitten und die Papier-Rohlinge an unser Rechenzentrum in Münster geschickt. Dort hat man das Papier kaschiert und mit einem Magnetstreifen versehen. Auch wenn man mit dieser Karte bereits 200 Mark pro Scheck ausstellen konnte, wurde sie nur zögernd angenommen. Um mehr Akzeptanz für diese Neuerung zu erreichen, hat unsere Volksbank damit begonnen, die EC-Karte intensiv zu bewerben.

Was war mit der EC-Karte möglich, was vorher nicht möglich war?

Wer 1968 in unserer Stadt etwas kaufen wollte, war auf Bargeld angewiesen. Denn Kreditkarten waren selten, und nur sehr wenige Geschäfte nahmen sie an. Bargeld gab es aber damals nur während der Öffnungszeiten der eigenen Bank. Mit der EC-Karte und dem Eurocheque waren unsere Mitglieder und Kunden jedoch auf einmal jederzeit, in ganz Deutschland und sogar im benachbarten Ausland, flüssig. Aber erst als 1983 unser erster Geldautomat in Dienst ging, stieg die Nachfrage nach der EC-Karte drastisch an. Jeder wollte rund um die Uhr Geld abholen können.

Wie viele Kunden Ihrer Bank nutzen heute die EC-Karte und was kann man damit machen?

Unseren Mitgliedern und Kunden haben wir rund 70.000 Karten zur Verfügung gestellt, 45.000 davon sind durch ihr exklusives Design sehr geschätzt: Diese VR-MitgliederPremiumCard erscheint nämlich in edlem Schwarz. Was kann man damit und mit ihrer blau-orangefarbenen Schwester alles machen? Bargeldlos bezahlen, auf Wunsch auch kontaktlos. Als Sicherheitsfeature beim Onlinebanking einsetzen und natürlich Bargeld und Kontoauszüge in fast allen deutschen Volksbanken ziehen.

Außerdem kann man damit an unseren SB-Terminals direkt Überweisungen schreiben. Was man in allen Fällen dazu braucht: die vierstellige PIN.

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