Wer kennt Egbert Kroos?

Engländer sucht in Dorsten nach einem alten Freund

Dorsten - Für April plant der Engländer Garry Warrington eine Reise nach Dorsten. Und vorher würde er gerne herausfinden, ob der Freund, den er hier in den 70er-Jahren kennenlernte, noch vor Ort ist. Er bittet die Leser der Dorstener Zeitung deshalb um Mithilfe und fragt: Wer kennt Egbert Kroos?

Es kommt nicht so oft vor, dass Anrufe aus England die Dorstener Zeitung erreichen. Aber kürzlich war es so: Der Apparat zeigt eine Nummer mit der Vorwahl 0044 (Großbritannien) an, es meldet sich Karl Eisenschenk, ein Deutscher, der in England lebt. Und er bittet um Hilfe. Hilfe für seinen Freund Garry Warrington (61), der vor vielen Jahren für zwei Jahre in Dorsten gelebt und gearbeitet hat. Der damals 16- oder 17-jährige Egbert Kroos, so erzählt Eisenschenk, wurde Garry Warrington damals zu einem guten Freund.

Kontaktdaten verloren

Sie hielten, so schreibt der Engländer selbst später in einer Mail, die Eisenschenk für ihn ins Deutsche übersetzt, zwar Kontakt miteinander. "Nach einer privaten Angelegenheit im Jahr 1987 verlor ich aber unglücklicherweise die Kontaktdaten von Egbert." Auch seine Nachforschungen im Dorstener Rathaus hätten ihn nicht weitergebracht. Weil er aber im April eine Reise nach Deutschland plant und seinen Freund von damals gerne wiedersehen würde, möchte er ihn jetzt unbedingt finden. Deshalb haben wir beschlossen, zu helfen. Und fragen: Wer kennt Egbert Kroos?

So lernten Egbert und Garry sich kennen

Es war 1977, als Garry Warrington in einer englischen Fachzeitschrift für Zahntechnik das Inserat eines Dentallabors aus Dorsten fand. "Hartmut Herbort": So hieß das Labor, schreibt er. Sucht man das heute im Internet, kommt man zu keinem brauchbaren Ergebnis. Es hilft eigentlich nur die Erinnerung. Also: "Ich war 21 Jahre alt und hatte gerade meine Ausbildung als Zahntechniker in England abgeschlossen", so Garry Warrington. Er bekam den Job, packte all seine Besitztümer in zwei Koffer und reiste nach Dorsten. "Ich konnte nur ein Wort Deutsch: Schokolade", erzählt er. Das änderte sich bald - auch dank seines Arbeitskollegen Egbert Kroos.

"Dorsten war ein wunderbarer Ort"

"Egbert half mir sehr dabei, die deutsche Sprache zu lernen", schreibt er. Sicher ein Punkt, warum er sich schnell sehr wohlfühlte. "Dorsten war ein wunderbarer Ort, um dort zu leben und zu arbeiten. Egbert machte mich mit seinen Eltern, seinem Bruder und seiner jüngeren Schwester Annette bekannt. Wir wurden sehr gute Freunde und sein Vater hatte immer ein Bier für mich reserviert. Großartig!"

1980 ging Garry Warrington zurück nach England. "Egbert besuchte mich da auch einmal mit einem Freund", erzählt er. Aber dann verschwanden die Kontaktdaten. Noch ein paar Details, an die Garry Warrington sich erinnert: Egberts Kroos habe wahrscheinlich in Hervest gewohnt, sein Vater sei Vorgesetzter in der Polizeistation gewesen, Bekannte oder Verwandte von ihm hätten außerdem ein Restaurant gehabt.

"Ich werde mit meinem Wohnwagen im April Dorsten besuchen und es wäre fantastisch, wenn ich Egbert treffen könnte", so Garry Warrington. Mit ein bisschen Hilfe, könnte es ja vielleicht klappen.

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