25 Kinder auf Schatzsuche

Das steckt hinter der Übernachtungsaktion im Atlantis

Dorsten - Die 25 Plätze waren binnen weniger Stunden vergeben. Seitdem kann sich Karsten Meyer vor weiteren Anfragen kaum retten. Der Geschäftsführer der städtischen Bädergesellschaft ist ziemlich sicher, dass es eine Fortsetzung geben wird. Doch zunächst steht am 3. März die Premiere an: die erste Übernachtungsaktion für Kinder im Freizeitbad Atlantis.

Nicht etwa erfahrene Eventmanager ziehen hier die Fäden, sondern fünf Auszubildene des Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg in Köln. "Sie haben sich zum Abschluss ihrer dreijährigen Lehre diese Aktion einfallen lassen", freut sich Meyer. Die angehenden Kauffrauen für Tourismus und Freizeit stammen aus Kalkar, Xanten oder Dorsten und wollen künftig touristische Angebote in Deutschland betreuen und somit all jenen eine gute Zeit in ihrem Urlaub zu ermöglichen, die es nicht in die weite Ferne zieht. "Und da eine Auszubildene ihr Handwerkszeug bei uns lernt, lag es nahe, die besondere Atmosphäre der versunkenen Stadt zum Thema des Erlebnisangebotes zu machen", erklärt Meyer. Hauptsache, es ist originell und vielleicht auch ein bisschen verrückt.

Nächtliche Schatzsuche

Eine Nacht lang ist das Atlantis nur für Kinder von sieben bis zehn Jahren reserviert. Toben, spielen, erkunden, einen Blick hinter die Kulissen werfen und als krönenden Abschluss im Bad übernachten - den kleinen Gästen wird ein unvergessliches Abenteuer garantiert. Gemeinsam begeben sie sich unter Leitung ihrer Betreuer auf die Suche nach dem legendären Schatz, der seit Urzeiten in den Hallen der Unterwasserwelt schlummert, erleben Spiel und Spaß beim umfangreichen Animationsprogramm in der tropischen Wasserlandschaft und stärken sich gemeinsam an der Tafel des Meeresgottes. "Welcher Schatz genau die Kinder erwartet und was Neptuns Küche für die kleinen Entdecker bereithält, wird natürlich noch nicht verraten", sagt der Geschäftsführer.

Mit dieser Idee haben die angehenden Kauffrauen den Nagel offenbar auf den Kopf getroffen. Rund 30.000 erreichte Personen bei Facebook, viele weitere Anfragen und schon im Vorfeld der Wunsch nach einer Wiederholung dieses Angebots - mit solch einer überwältigenden Reaktion hatten selbst die jungen Organisatorinnen nicht gerechnet. Und der Atlantis-Chef auch nicht.

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