Kult-Band

Rocklegende Birth Control tritt in der Traumfänger-Galerie in Dorsten auf

Ihr legendäres Live-Album mit dem Hit "Gamma Ray" nahm sie 1974 in der "Dorsten City Hall" auf - 44 Jahre später kehrt die Band Birth Control zu einem Konzert in die Lippestadt zurück.

Bassist und Sänger Peter Föller war gerade mal ein paar Monate lang neues Mitglied von "Birth Control", als die damalige deutsche Kult-Band im Juni 1974 auf Einladung des Dorstener Kulturamtes in der Aula der St.-Ursula-Realschule gastierte. 44 Jahre später kehren die Legenden in die Lippestadt zurück - mit Peter Föller, der als einziger aus der damaligen Bandbesetzung übrig geblieben ist. Das Konzert findet am 13. Oktober (Samstag) um 20 Uhr in der "Galerie der Traumfänger", Fürst-Leopold-Platz 3, statt.

Progressive Rockmusik

Birth Control wurde Ende der 1960er-Jahre unter anderem von Hugo Egon Balder (Drums) gegründet und feierte 1972 (dann ohne Balder) den Durchbruch: Das Album "Hoodoo Man" erschien bei der Plattenfirma CBS. Die Band tourte durch Europa und war Haupt-Act auf zahlreichen Festivals. Der größte Charts-Erfolg der Band hieß "Gamma Ray". Seitdem steht "Birth Control" für exzellente progressive Rockmusik, die über Jahrzehnte die Fans im In-und Ausland vor allem bei den Live-Konzerten begeisterten. Der 1974er-Auftritt in Dorsten wurde übrigens auf Band festgehalten und erschien in Teilen auf dem Album "Birth Control Live" mit dem Credit "Live at Dorsten City Hall" auf der Cover-Rückseite.

Lange Stücke mit vielen Solo-Einlagen

1983 löste sich Birth Control zunächst auf, fand aber zehn Jahre später unter verändertre Besetzung wieder zusammen: Ende der 1990er-Jahre war die Band mal wieder im Treffpunkt Altstadt in Dorsten zu Gast. Eine weitere Zäsur gab es 2014 nach dem plötzlichen Tod von Mitglied Bernd "Nossi" Noske, dem Drummer und der Stimme der Band. Doch die anderen Musiker wollten den Spirit der Musik weiterleben lassen - kennzeichnend sind lange Psychedelic- und Hardrock-beeinflusste Stücke und Solo-Einlagen der einzelnen Instrumentalisten. Nach dem letzten Album mit Bernd Noske ("Here and now") geht es seitdem unverdrossen und mit der alten Power weiter.

"Birth Control" heißt übersetzt "Geburtenkontrolle", die Ende der 1960er wegen der Enzyklika Humanae Vitae des Papstes ein viel diskutiertes Thema war. Den englischen Ausdruck Birth Control hörten die Bandmitglieder beim Radiosender AFN und entschlossen sich, dies zum Bandnamen zu machen und auch ihre Schallplatten dementsprechend zu gestalten. So erschien Birth Controls erste LP in ungewöhnlichem Cover: in einer runden Dose, die einer Antibabypillen-Schachtel gleicht.

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