Kunstprojekt

Blau blühendes Kunstwerk wird im Sommer den Wall an der Stadtmauer in Dorsten verschönern

Dorsten - Mit städtischer Hilfe hat die Dorstener Künstlerin Brigitte Stüwe den Boden bereitet für ein Projekt, das Kunst und Naturförderung vereint und für neues Leben an der Stadtmauer sorgen soll.

Kunst ist schön, aber manchmal nicht ganz einfach zu erschaffen. Das musste jetzt auch die Künstlerin Brigitte Stüwe mit ihren fleißig fräsenden Helfern des Dorstener Grünflächenamtes bei der Vorbereitung des farbenprächtigen Projektes "RENAISSANCE MIT(te)" erfahren. "Ein schwieriger Boden, sehr trocken und sehr verwurzelt", sagt die Dorstenerin. Und dann musste sie kurzfristig auch noch die Pläne umzeichnen, weil sie die dort vorher von der Stadt gepflanzten Frühlings-Krokusse für ihr ökologisches Kunstwerk nicht antasten wollte.

Kunst und Naturförderung

Die mit Mitteln aus dem Bürgerfonds des Stadtumbauprogramms "Wir machen Mitte" geförderte und vom Kunstverein "Virtuell-Visuell" ins Leben gerufene Aktion vereint Kunst und Naturförderung, denn die temporäre Kunstinstallation wird wachsen, blühen und gedeihen. Orte sind die beiden Grünflächen an der Stadtmauer, links und rechts des Ehrenmals. Hier wird Brigitte Stüwe nun Samen von Bienenweide, Kornblume und Lein einsäen.

"Sie werden ab Juni in unterschiedlichen Blautönen blühen", so die Künstlerin - und eine ganz besondere räumliche Ästhetik vermitteln. Die geometrischen Muster, in denen die Beet-Bänder angelegt sind, sind von Renaissance-Gärten her bekannt. Sie sollen im Sommer nicht nur die Sinne der Betrachter erfreuen, sondern vor allem Insekten und andere Lebewesen anziehen.

Naturnahe Stadtgestaltung

"RENAISSANCE MIT(te)" ist somit Symbol der Wiedergeburt einer naturnahen Stadtgestaltung und schlägt gleichzeitig einen Bogen zu "Primavera" (Frühling). Zu dem berühmten Gemälde des italienischen Renaissancemalers Sandro Botticelli also, der damit auch Flora, der römischen Göttin der Pflanzen, ein Denkmal gesetzt hat: Alles, was sie berührt, wird zu Pflanzen, so auch neben ihr auf dem Bild die Göttin des Frühlings, die gerade dabei ist, Blumen auszustreuen.

Ein Beispiel, dem zu folgen Brigitte Stüwe aufruft. "Denn wir müssten überall in der Stadt mehr solcher Standorte haben, in denen wir die Artenvielfalt fördern und vernetzen können." Die Künstlerin freut sich, als sie beim Vermessen und Markieren der Beete mit dem Zollstock ein unerwartetes Präsent von einem Bewohner des benachbarten Seniorenzentrums erhielt: "Er schenkte mir spontan sein in Leder eingefasstes Maßband, weil er unsere Aktion so gut findet."

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