Wir machen Mitte

Weitere Hausbesitzer in Dorsten haben ihre Fassaden mit Fördergeld verschönert

Das "Hof- und Fassadenprogramm" wertet Immobilien in der Dorstener Innenstadt auf. Noch steht eine Menge an Fördergeldern dafür zur Verfügung. Demnächst wohl auch für Fassadenbeleuchtungen.

Um das Hof- und Fassadenprogramm für Hausbesitzer und damit auch das abendliche Stadtbild noch attraktiver zu machen, sollen die Eigentümer künftig auch Fassadenbeleuchtungen gefördert bekommen. Diesen Vorschlag macht die Stadtverwaltung dem Umwelt- und Planungsausschuss für dessen Sitzung am kommenden Dienstag (26. Februar) um 17 Uhr im Dorstener Rathaus.

Architektur an städtebaulich relevanten Orten

Allerdings sollen sich solche Lichtgestaltungen vorrangig auf Gebäude entlang von Süd-, Ost- und Westwall, an Ausfallstraßen wie Alleestraße/Kirchhellener Allee, Marler Straße, Bochumer Straße und Gahlener Straße beschränken. In den übrigen Bereichen des Stadtumbaugebiets sollen nur Häuser mit städtischer Förderung beleuchtet werden können, deren Architektur besonders wertvoll ist oder die an "städtebaulich relevanten" Orten liegen.

Knapp 65.000 Euro beantragt

Seit Auflage des Hof- und Fassadenprogramms im Innenstadt-Erneuerungsprogramm "Wir machen Mitte" haben 13 Hauseigentümer Fördergelder in Höhe von knapp 65.000 Euro beantragt und zum Teil schon investiert. Mit diesem Angebot der Stadt Dorsten erhalten Immobilienbesitzer Unterstützung bei der Aufwertung und Gestaltung ihrer Hausfassaden. Insgesamt stehen dafür mehr als halbe Million Euro an Fördermitteln zur Verfügung, sie sind also noch lange nicht ausgeschöpft.

Fünf Fassaden verschönert

Nach der Umgestaltung der Wohnbebauung Ursulastraße/Nonnenstiege im Altstadtkern mit Unterstützung des Hof- und Fassadenprogrammes Ende 2017/Anfang 2018 sind zwischenzeitlich vier weitere Fassadenaufwertungen im Stadtgebiet dazugekommen: die Hausfassaden an der Katharinenstraße 7, Kirchhellener Allee 54, Gahlener Straße 25-27 und Alter Postweg 30.

"Ziel bei den Neugestaltungen ist es stets, die Gebäude durch ein passendes Gestaltungskonzept - ihrer Architektursprache entsprechend - attraktiver zu machen und im städtebaulichen Kontext für das Stadtbild Dorstens einen wahrnehmbaren Mehrwert zu erarbeiten", erklärt die Stadt in einer Pressemitteilung. Dadurch werde einerseits die Immobile an sich deutlich aufgewertet und ebenso würden "positive Blickpunkte in der Stadt" geschaffen.

Beratung ist kostenlos

Gemeinsam mit den Eigentümern werden hierzu im Rahmen der kostenlosen Beratung des Stadtteilbüros vom Stadtteilarchitekten Kai Stege Handlungsempfehlungen und Farbkonzepte erarbeitet. Sie sind Grundlage des Förderantrags und der anschließenden Umgestaltung der Gebäude. Um nichts dem Zufall zu überlassen, verfolgt das Stadtteilbüro das Prinzip, anhand des Farbkonzepts stets eine Vielzahl von Farbmustern vor der Gerüststellung aussagekräftig direkt auf die Fassaden streichen zu lassen.

Weitere Anträge bewilligt

Inzwischen sind nach Angaben der Stadt für 2019 weitere acht Förderanträge bewilligt und befinden sich teilweise schon in der Umsetzung. Das Stadtteilbüro erwartet für dieses Jahr mindestens zehn weitere fertiggestellte Projekte. "Da aufgrund der Anteilsfinanzierung des Stadtumbauprojekts bei den Hauseigentümern immer ein Eigenanteil verbleibt, ist das Förderangebot der Stadt gleichzeitig auch ein Investitionsprogramm zur Förderung des gewerblichen Mittelstands", so die Stadt.

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