Maria Lindenhof

Viele Ideen und Pläne für den Bürgerpark Maria Lindenhof

Wie geht es mit dem Bürgerpark Maria Lindenhof weiter? Darüber machten sich zahlreiche Interessierte am Samstag Gedanken. Es gibt erste konkrete Ergebnisse - und schon einen Entwurf.

Acht Stunden lang rauchten am Samstag bei der Zukunfts-Werkstatt im voll besetzten Vereinsheim des Dorstener Kanuvereins die Köpfe: Bürger, Politiker und städtische Planer formulierten Seite an Seite Wünsche und Ideen für den Bürgerpark Maria Lindenhof.

Und am Ende standen erste Signale für das Gelände buchstäblich auf Grün: "Ich werde jetzt beginnen, Mitstreiter für einen Trägerverein für den Park zu finden", kündigte Workshop-Mit-Initiator Johannes Kratz an. Und Bürgermeister Tobias Stockhoff machte den konkreten Vorschlag, dass ein "Park- oder Quartiershausmeister" die Arbeit eines solchen Vereins flankieren solle.

"Es ist Euer Park."

Seit einem Jahr sorgt die Dorstener Kunsthistorikerin Marion Taube im Auftrag der Stadt dafür, dass die so lange vernachlässigte Parkfläche zwischen Lippe und Kanal wiederbelebt wird - mit kreativer Unterstützung mehrerer findiger Künstler, die sie als "Raumwahrnehmer" eingeladen hatte. Marion Taube wird zwar auch im kommenden Jahr Aktionen in der Stadtkrone planen, aber: "Ab sofort sind die Bürger selbst am Zuge, sich den Raum anzueignen", erklärte sie den Anwesenden: "Es ist Euer Park."

Hängebrücke von der Hardt zum Park

Johannes Kratz rief die Workshop-Teilnehmer auf, auf dem Areal gemeinsam einen "mit allen Sinnen erfahrbaren Ort" zu schaffen, an dem das Thema Nachhaltigkeit um "eine kulturelle und ästhetische Dimension" erweitert werde. Dem Aufruf des Bürgermeisters, "bei der Ideenfindung frei zu denken", folgten die fast 80 Gäste: eine Hängebrücke von der Hardt zum Park, eine Sommer-Eisstock-Bahn, leuchtende Bäume oder ein Beach-Areal gingen ebenso als Vorschläge ein wie ein neuer beleuchteter Rundweg, ein grünes Klassenzimmer, eine Blühwiesenfläche, ein Sonnensegel oder eine Grillhütte. Und immer wieder wurden gastronomische Angebote und ein Veranstaltungsprogramm genannt.

Stellvertretend stellte Christoph Krafczyk (City-Manager des Stadtteilbüros "Wir machen Mitte") abschließend das vor, was seine Gruppe an Erwartungen zusammengetragen hatte: vielfältige Spiel- und Sportangebote, kleine, aber feine Kulturveranstaltungen, Rückzugsräume, einladende Park-Zugänge und Planungssicherheit für das Schaukelbaum-Team, das oberhalb des Amphitheaters die Terrassenbar "Oude Marie" betreibt.

Planentwurf vorgestellt

Vorschläge, die zum Teil sicherlich Eingang finden werden in das Konzept von Landschaftsarchitekt Dirk Vennemann, der mit der zwei Millionen Euro schweren baulichen Umgestaltung des Bügerparks ab 2019 beauftragt wurde und seine erste Vorplanung präsentierte. "Es ist kein Entwurf, mit dem sich der Planer selbst verwirklicht hat", so Stadtbaurat Holger Lohse. "Sondern ein sehr behutsamer Plan, der nicht alles umkrempelt, sondern in den noch Ideen eingebaut werden können."

"Der Park wird hinter seinen Gehölzwänden gar nicht mehr richtig wahrgenommen", so Dirk Vennemann. An der Kanalseite will er Schneisen schlagen, zum Teil auch das Gelände einebnen, damit der Blick auf den Park und ein neuer Wegkorridor möglich wird. Auch die Achse Wiese/ehemaliger Kinderspielplatz soll geöffnet werden. Die Baum-Piazza als Eingangsbereich will Vennemann weiter aufwerten, in der ehemaligen Jugendverkehrsschule könnte nach seinen Plänen eine kleine Gastronomie entstehen, der Bereich davor soll Spiel und Sport vorbehalten sein - wobei der jetzige Ascheplatz von der Größe her halbiert wird und als Kleinspielfeld einen neuen Belag bekommt.

Auch ruhige Bereiche geplant

Richtung Lippedamm sieht er "ruhige Bereiche für Natur" vor, an ihnen soll eine neuer Rundweg lediglich entlangführen. Von "elementarer Bedeutung" für ihn sind die Landzungenspitze mit dem geplanten hölzernen Kunstprojekt von "Het Observatorium" sowie der Bereich Amphitheater/Terrassenbar. Der Essbare Garten als temporäres Projekt wird weichen, hier sollen die zum Sternlauf der Stadtteile gespendeten Obstbäume gepflanzt werden.

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