Mercaden Dorsten vor dem Neustart

Geschäftslokale im Einkaufszentrum "Mercaden" werden umgebaut

Dorsten - In den Mercaden stehen größere Umbauarbeiten an. Die Koprian IQ, seit Jahresbeginn verantwortlich für das Centermanagement, rechnet in Kürze mit der Finanzierungszusage. Einer freut sich besonders über den Neustart.

Tobias Agthe ist in Dorsten angekommen. Seit sechs Wochen ist der 33-Jährige Centermanager der Mercaden und nach eigenem Bekunden "gut aufgenommen worden". Viele Gespräche mit Kunden und Mietern, Kaufleuten der Innenstadt, Politikern und Verwaltungsmitarbeitern hat er geführt und dabei festgestellt, dass "längst nicht alles schlecht ist. Ich bin sicher, dass es aufwärtsgeht", sagt der gebürtige Essener.

Marketing forcieren

Agthes Aufgabe in den nächsten Monaten wird es vor allem sein, "den täglichen Ablauf aufrechtzuerhalten" und das Marketing zu forcieren. Die neue berufliche Herausforderung des gelernten Hotelfachmanns, der nach einem Marketing-Studium sieben Jahre bei einem großen Center-Betreiber gearbeitet hat, geht einher mit einer deutlichen Kurskorrektur der Mercaden. Mehr als ein Dutzend Ladenlokale stehen, vor allem im Erdgeschoss, bekanntlich leer.

Bauliche Korrekturen

Was in den nächsten Monaten am Westwall geplant ist, umschreibt Bereichsleiterin Andrea Hegenbarth vorsichtig mit "baulichen Korrekturen". Viel mehr mag sie noch nicht sagen, denn: "Wir befinden uns in der Endphase der Entscheidung." Die trifft die OFB Projektentwicklung, hinter der die Landesbank Hesssen-Thüringen steckt und die Ende 2017 die Mehrheit der Mercaden-Anteile übernommen hat. Sicher scheint, dass die Zeit der kleinteiligen Ladenlokale im Erdgeschoss vorbei sein wird. "Wir werden die Räumlichkeiten den Bedürfnissen der Mieter anpassen", bestätigt Hegenbarth vage, "um nachhaltig die Mieterstruktur zu verbessern."

Das Angebot der Nahversorgung (Kaufland) bezeichnet die Bereichsleiterin als "sehr gut", Nachholbedarf sieht sie trotz TK Maxx, s.Oliver und S1 vor allem im Mode-Bereich, außerdem in der Gastronomie. "Die Aufenthaltsqualität muss besser werden." Die Mercaden als Ergänzung zur Innenstadt zu positionieren, sei nach wie vor erklärtes Ziel des Centermanagements.

Verschiedene Refrenzobjekte

Auf der Homepage wirbt die Hamburger Koprian iQ mit verschiedenen Referenzobjekten, darunter das Schwabencenter in Augsburg, Mercado in Nürnberg und die Rathaus-Galerie in Essen. "Aber wir haben auch schon Objekte abgelehnt", betont Andrea Hegenbarth. Mit den Mercaden sieht das Unternehmen von der Elbe indes trotz aller augenblicklichen Probleme eine gute Perspektive. "Die Lage in der Stadt ist toll, das Einzugsgebiet vor allem in Richtung Norden und zur niederländischen Grenze gut."

Am wichtigsten jedoch: "Die Grundstimmung in Dorsten ist durchaus positiv", glaubt Andrea Hegenbarth nach wie vor. "Ich habe viele gute Gespräche geführt und auch E-Mails von unbeteiligten mit Anregungen bekommen. Das heißt für mich, dass viele Dorstener interessiert sind und die Mercaden wollen."

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