Mineralwasser-Produzent aus Dorsten ist bei der "Extraschicht"

Stiftsquelle wird Spielort bei der Nacht der Industriekultur

Dorsten - Die Stiftsquelle wird am 30. Juni der zweite Spielort in Dorsten bei der "Extraschicht". Eigentlich hatte der Mineralwasser-Produzent ganz andere Pläne für diesen Tag.

Hunderttausende Besucher werden am 30. Juni an den 50 Spielorten in 22 Städten des Ruhrgebiets erwartet. Die werden sicherlich Durst haben, dachte sich Michael Brodmann und brachte vor einigen Wochen mit seinem Sohn Sebastian die Stiftsquelle als Sprudelwasser-Lieferant für die sommerliche Kulturnacht ins Gespräch. Die beiden Geschäftsführer der Johann Spielmann GmbH kassierten allerdings eine Absage, weil jeder Veranstalter sich selbst kümmern muss.

Doch die Ruhrtourismus GmbH hatte eine andere Idee: "Wollen Sie nicht Spielort werden?" Und so kam es, dass die Stiftsquelle im Industriegebiet Dorsten/Marl einer von fünf Newcomern bei der Extraschicht 2018 sein wird - und der zweite Spielort in Dorsten neben dem Creativ-Quartier Fürst Leopold.

Eine Extraschicht für die Extraschicht

Die Sache hat nach Ansicht von Michael Brodmann aus zwei Gründen ihren Charme. Da sind die neuen Etiketten auf den Flaschen, die ein jüngeres Publikum ansprechen sollen. So eine Großveranstaltung ist natürlich eine perfekte Werbebühne. Und: "Ich habe Extraschicht-Veranstaltungen mehrfach besucht. Mal war es gut, mal langweilig, weil nicht viel passiert ist. Es gab keine Vision."

Davon kann auf dem Firmengelände an der Buerer Straße wohl nicht die Rede sein. Für die Extraschicht wird die Stiftsquelle-Mannschaft tatsächlich eine Extraschicht einlegen und am 30. Juni ausnahmsweise nachts produzieren. Von einem gerade fertiggestellten Balkon können die Besucher nicht nur sehen, wie die Flaschen abgefüllt werden und über die Laufbänder rattern. "Die Halle wird komplett abgedunkelt und durch eine Licht-Installation beleuchtet. Das hat schon fast Disco-Charakter", glaubt Michael Brodmann.

Visuelle Musik im Freien

Erhellende Momente soll es auch auf dem Firmengelände geben. Das hat nicht unbedingt mit der Currywurst zu tun, die mit Spezialsoßen von Sternekoch Björn Freitag verkauft werden, sondern mit der "visuellen Musik" der Düsseldorfer Formation "Warped Type". Die Studenten bringen Licht und Musik in Einklang und werden die 80 Meter lange Gebäudefront fantasievoll illuminieren.

"In Rekordzeit", so Brodmann, hat sein Unternehmen das Programm auf die Beine gestellt und von der Ruhrtourismus GmbH viel Lob geerntet. Und inzwischen ist auch der Geschäftsführer "viel glücklicher", wie sich die ursprüngliche Extraschicht-Idee entwickelt hat. Denn als Spielort und lebendiger Teil der Industriekultur lässt sich die Marke Stiftsquelle ganz anders ins Blickfeld rücken. Und Dorsten natürlich auch.

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