Musical

"Die Schöne und das Biest" begeistert auf der Bühne des Gemeinschaftshauses Wulfen

"Ungeheuer schön" war der Samstagabend im Gemeinschaftshaus Wulfen. Das Ensemble der "Off Broadway Players" ließ das Volksmärchen "Die Schöne und das Biest" in neuem Licht glänzen.

Romantische Balladen und poppige Hits, gepaart mit Witz und temporeichen Choreografien, machten den Abend zu einem Erlebnis. Die neuen Musical-Lieder wurden von dem Mülheimer Komponisten Dirk Biesgen geschrieben.

"Es ist spannend, die Kombination von professionellen Darstellern und Laien auf der Bühne zu erleben", sagte Zuschauerin Kerstin Wessel. Ein Drittel der Haupt- und Nebendarsteller im Alter von fünf bis 50 Jahren wurden bei Castings im Gemeinschaftshaus Wulfen ausgewählt. Carl Seibert als Gastons trotteliger Freund "Lefou", Millie Braun als verzauberter Staubwedel "Babette" und Ida und Mara Bauer als verwandelte Salz- und Pfefferstreuer "Sophie" und "Sandrine" machten ihre Sache gut bei der Aufführung am Samstagabend und integrierten sich nahtlos ins teilweise professionelle Ensemble.

Romantische Geschichte steht im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des Musicals steht die romantische Geschichte der schönen Belle, die sich aus Zuneigung zu ihrem Vater in ein verwunschenes Schloss begibt. Das gehört dem schrecklichen Biest, einem Prinzen, der wegen seiner Selbstsucht verzaubert wurde und nur durch wahre Liebe von seinem Schicksal erlöst werden kann. Das Ende ist durch viele Verfilmungen und Erzählungen bekannt.

Die Fassung der Dorstener Autorin und Regisseurin Cirsten Piduhn greift auf den Film des französischen Regisseurs Jean Cocteau zurück. Er beschrieb die weibliche Hauptrolle der Belle nicht als willenloses Geschöpf, sondern als treibende Kraft, die Einfluss auf das Biest nimmt. Belle stellt sich dem Biest unerschrocken entgegen und erkennt, dass sich hinter der monströsen Fassade mehr verbirgt. Die Grundzutaten für diese Märchengeschichte gibt es bereits seit Hunderten von Jahren. Schon in der griechischen Mythologie finden sich Geschichten über verwandelte Helden und die Liebe zu Wesen in tierischer Gestalt.

"Wir leben in einer Zeit, in der äußere Schönheit oftmals über den Wert eines Menschen bestimmt", sagte Beate Herold. "Dieses Stück gegen Oberflächlichkeiten regt an, darüber nachzudenken." "Etwas fürs Herz - genau richtig zur Weihnachtszeit", ergänzte eine weitere Zuschauerin.

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