Musicalaufführung

Pinocchios Abenteuer gefielen Jung und Alt auch auf der großen Theaterbühne

Das alte italienische Märchen von der Holzpuppe Pinocchio ist ein Stoff ganz nach dem Geschmack des Bochumer "Theaters Liberi". Bei der Aufführung am Samstag begeisterte das Ensemble.

Ein naiv-buntes Bühnenbild (entwickelt von Beata Kornatowska) mit ungeahnten Wandlungsmöglichkeiten und ganz verschiedenen Lichtstimmungen ließ in der Aula der St.-Ursula-Realschule eine faszinierende Welt entstehen.

Wir alle sind ein bisschen wie Pinocchio

Mit leuchtenden Augen verfolgten die Kinder, wie eine Fee der Holzfigur Leben einhauchte, sodass sie fortan von einem Abenteuer in das nächste stolpern konnte. Hauptdarsteller René Britzkow sagt zu seiner Figur: "Nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene haben ab und zu das Gefühl, irgendwie fehl am Platz zu sein, nicht richtig echt zu sein. Wenn wir uns für etwas schämen oder über uns selbst ärgern - immer dann sind wir ein bisschen Pinocchio."

Wie die Kinder im Zuschauerraum konnte auch Pinocchio Geister sehen, zum Beispiel die blaue Fee (Lisa Siegel) und Grilli, sein eigenes Gewissen (Sarah Honnen). Die beiden kommentierten alles, was die Holzpuppe anstellte, während sie versuchte, ein richtiger Junge zu werden. So stahl er ohne nachzudenken, einen Apfel und sein Vater (Rick Middelkoop) musste dafür ins Gefängnis. Anstatt brav in die Schule zu gehen, erwies er sich als Talent bei einem Marionettentheater - doch vor seinem Gewissen wollte er das nicht zugeben. Prompt wuchs Pinocchios Nase lang und länger. Die blaue Fee erklärte ihm: "Lügen haben lange Nasen!" Aber sie konnte die Nase auch wieder schrumpfen und gab ihm eine zweite Chance.

Pinocchio fiel auf zwei Banditen herein

Gleich darauf fiel der ahnungslose und gutgläubige Pinocchio auf zwei Banditen herein (Lisa Perner und Michael Martin), die ihm erzählten, er könne sein Geld durch Vergraben im "Feld der Wunder" vermehren. Ein fetziger Song mit Tanzanlage steckte das Publikum an: "Wer da nicht wagt, der nicht gewinnt!" Komponist und Gitarrist Christoph Kloppenburg hat aber auch ganz melancholische Songs geschrieben, z.B. zur Trauer von Vater Gepetto um seinen verlorenen Sohn und über die Versagensängste von Pinocchio.

Am Ende wurde es richtig dramatisch: Pinocchio musste Gepetto aus dem Maul eines Seeungeheuers retten! Das Bühnenbild für dieses Monster war besonders beeindruckend. Und nach dieser guten Tat gelang die vollständige Verwandlung der Holzpuppe in einen Jungen aus Fleisch und Blut. Das freudige Ereignis wurde vom ganzen Ensemble mit der Hymne "Zeig dein Herz, Pinocchio" in einem tollen Tanzfinale gefeiert.

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