Musikfestival

"Red Balloon Festival" feierte mit mehr als 1300 Besuchern erfolgreiche Premiere

Dorsten - Zwei Tage handgemachte Live-Musik bot das "Leo" beim ersten Dorstener "Red Balloon Festival". 19 Bands waren am Freitag und Samstag am Start. Mehr als 1300 Fans waren gekommen.

Am Freitag (10.8.) ging es sofort mit fetzigem Metalrock los. Die Bonafide Heroes eröffneten als erster Act das Dorstener Red Balloon Festival.

Lockere Atmosphäre

Mehr 600 Zuhörer folgten in lockerer Atmosphäre an den Stehtischen oder im Liegestuhl im Sand den energievollen Auftritten der ersten acht Bands an diesem Tag. Schnell zeigten die Akteure, dass Dorsten eine hervorragende Musikszene hat. Die Fans wurden von der Band sofort mitgerissen, und dann nahmen zwei Tage voll mit Jam, Rock, Reggae, Metal, Rock, Ska, Pop und deutschen Songs ihren erfolgreichen Lauf.

Es folgten auf der Bühne, über die rote Luftballons schwebten, Act auf Act. Bands wie Bonafide Heroes, Reverse, VII Arc, Shaky Brothers, Feinwerk, Mohito Royal, Vertikal und Meconium rissen ihre Fans mit. Am späten Abend hatten die Besucher schnell ihre Lieblingsband ausgemacht.

Die Dorstener Band Vertikal, die deutschlandweit mit ihren Auftritten die Zuhörer vom Hocker reißt, animierte auch an diesem Abend wieder ihre Fans, fetzig zur Musik vor der Bühne zu tanzen. Veranstalter Christian Joswig vom Leo war bei sonnigem Wetter voll zufrieden mit dem Verlauf des ersten Tages: "Die Leute waren gut drauf, die Musik war super und der Tag lief vollkommen friedlich ab", resümierte er am Abend.

Wetter spielte bestens mit

Auch am Samstag ließ das Wetter die Akteure nicht im Stich. Als um 14.30 Uhr HYVN als Opener loslegte, war das Gelände schon gut gefüllt, bis zum Abend waren 700 Zuhörer in der Musikarena. Die Dorstener Sandra und Thomas Schwerthöffer waren begeistert: "Das ist eine Mega-Veranstaltung. Wir waren an beiden Tagen da und haben eine Menge guter Bands gehört. Da waren auch Newcomer dabei und das in einer tollen Location".

Breites Musik-Palette

Bizzy Beats, David Karaweiss, Slave New World Akra Boa, Flametree, M-Pulse, Killin?Jane, Marian Kuprat & the Youngstown Band sowie Live Wire, und Youth in Retrospect als Abschlusss sorgten dafür, dass die Fans auch am Samstag kräftig was auf die Ohren bekamen. Bereits am Nachmittag zeigte Akra Boa, der solo die Bühne eroberte, dass sein Reggae made in Germany zu den Besuchern durchdrang und seine musikalische Message von Peace, Unity und Love zauberte ein karibisches Feeling. Mit viel Herzblut und einem ungeheuren Körpereinsatz der Musiker ging es weiter.

Die Deutener Anja Meisner, Elke Hoppius, Rüdiger Stamm und Nico Heiermann räkelten sich zusammen mit ihrem Maskottchen Frieda Polito, dem rasenden Huhn, in den aufgestellten Liegestühlen. Für sie gab es einen Top-Act an den beiden Tagen: "Vertikal war unglaublich. Wir haben an den beiden Tagen richtig Spaß gehabt und der Sound von Akra Boa ist einfach gut. Teilweise war es richtig romantisch"; beschrieben die vier Fans die beiden Tage.

Festival war bestens organisiert

Dass die Bands voll im Zeitplan blieben und auch hinter Bühne, im Backstage alles rund lief, war die Aufgabe von Karim Laiquddin. Der versorgte mit seinen Mitstreitern die Musiker mit kalten Getränken, sorgte für gute Laune und stand auch selber als Gitarrist auf der Bühne. "Wir hatten an beiden Tagen keine Verzögerung und der Aufbau der Bühne verlief reibungslos. Da halfen die Bands selber mit. Die Mitglieder der Bands kannten sich untereinander und so war im Backstage eine entspannte Atmosphäre" wusste der sympathische Allrounder zu berichten. Flametree, die im Rock-Nirvana schwebten, rissen derweil ihre Fans mit und Gitarrist Benedikt Hülsmann entrückte seiner Gitarre Blues und psychedelische Sounds, die die Zuschauer begeisterten.

Killin' Jane war die Überraschung des Tages

Überraschung des Tages, mit der erfrischenden Stimme von Jane Gaber, war Killin' Jane. Die Musiker und die Sängerin nahmen mit ihrer Präsenz sofort die Bühne ein und rockten auf hohem musikalischen Niveau. Da konnte auch der Dorstener Karim Laiquddin an der Gitarre zeigen, dass er nicht nur hinter der Bühne alles im Griff hat.

Sven, Sänger der Band M-Pulse aus Recklinghausen, zog in Blues-Brothers-Manier sofort alle Blicke auf sich. Mit seiner durchdringenden Stimme versprühte er einem mitreißenden Sound und seine Choreografie animierte die Zuschauer zum Mittanzen.

Georgia, Jenke, Zoe und Philipp Keil aus Hervest-Dorsten waren im Familienverband auf das Festivalgelände gekommen. "Wir waren an beiden Tagen hier. Mein Mann und ich kommen aus der Punkrock-Szene und so ein Festival sollte es viel öfter geben", erzählte Georgia Keil. Als die Sonne hinter der Bühne unterging, Nebelschwaden die Musiker umhüllten und zuckende Laserlichter das Dunkel erhellten, schlug die Stunde von "Live Wire".

Live Wire eiferte AC/DC nach

Mit Leidenschaft und dröhnendem Sound rockte die Band die Songs ihres Vorbildes AC/DC. Die Fans rissen sich vor der Bühne die Kleidung herunter, tanzten und sprangen, beflügelt von der Musik. Ein exstatischer Auftritt. Die Clubraum-Gewinner "Youth in Retrospect" schafften es als Abschlussband des Abends, das Ganze noch einmal zu toppen. Und als um Mitternacht die Lichter ausgingen, hatte ein fulminantes Festival sein Ende gefunden.

"Anstrengende, aber schöne Tage"

Christian Joswig, Leiter des Leos und Mitveranstalter des ersten Red Balloon Festivals, zog ein positives Fazit:

"Das waren zwei anstrengende, aber schöne Tage und das Publikum war vollauf zufrieden. Wir hatten schönes Wetter, die Bands waren zufrieden und so eine Veranstaltung kommt in Dorsten an. Die Idee für das Red Balloon Festival kam nicht so sehr von mir. Die Bands haben mich angesprochen, ob wir mal so eine Veranstaltung machen können. Die hatten noch gute Erinnerungen an das Dorstival. Ich habe dann Mitstreiter gesucht und sie mit vielen Ehrenamtlichen gefunden, ohne die es dieses Festival nicht gegeben hätte. Man braucht Hilfe, gerade wenn man kein Geld hat. Ohne unsere Sponsoren, der Sparkasse Vest, Dr. Schlotmann und dem AKJ, wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Wir hatten ein gutes Publikum und die Veranstaltung ist friedlich abgelaufen. So kamen an beiden Tagen über 1300 Besucher, wobei der Samstag besser besucht war als der Freitag, und wahrscheinlich wird es eine Neuauflage geben."

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