Nach dem Umzug an den Nonnenkamp

Agathaschule wird sich vom Erstklässler-Schwund erholen

Dorsten - Der rapide Schwund von Erstklässlern an der Agathaschule hat sich schon im Spätsommer angedeutet. Das war weit vor der politischen Richtungsentscheidung, dass die Schule vom Voßkamp an den Nonnenkamp umziehen soll. Der Schulleiter trägt den Schülerschwund jedenfalls mit Fassung.

Nach den Sommerferien wusste der Schulleiter der Agathaschule, Herbert Rentmeister, womit er bei den Anmeldungen für die kommenden i-Männchen zu rechnen hat: "Die Kindergärten in der Altstadt, in der Feldmark und auf der Hardt haben uns signalisiert, dass viele Eltern, insbesondere aus der Feldmark, sich nicht zur Agathaschule orientieren werden, da sie den weiteren Schulweg zum Nonnenkamp für ihre Kinder nicht wünschen", sagte er am Montag auf unsere Anfrage. Das sei noch weit vor der politischen Entscheidung gewesen.

Wie berichtet, startet die Agathaschule im kommenden Schuljahr 2018/19 erstmals mit nur zwei Eingangsklassen. Lediglich 40 Kinder (im Vorjahr waren es 31 mehr) wurden von ihren Eltern am Voßkamp angemeldet. "Diese Eltern wissen um den Umzug und nehmen in Kauf, dass die Kinder zum Schuljahr 2019/20 mit an den Nonnenkamp umziehen", so Rentmeister. Darunter seien einige Kinder, die in der Nähe vom Nonnenkamp wohnen. Für sie verkürze sich der Schulweg nach dem Umzug.

Agathaschule kassiert Quittung für Umzug

Trotz des beträchtlichen Schülerschwundes sieht Herbert Rentmeister die Entwicklung gelassen. "Wir haben ja schon beim Tag der offenen Tür gesehen, dass das Interesse deutlich geringer als in den Vorjahren war." Nach dem Umzug, da ist sich Rentmeister sicher, werde sich das Bild wieder verändern: "Ein Umzug ist immer mit Unsicherheiten verbunden. Wenn der neue Standort erst einmal bezogen ist, wird sich die Anmeldezahl wieder angleichen."

Schulleiterin "vorgewarnt"

Mit der Schulleiterin der Pestalozzischule, Burgi Beste, ist Herbert Rentmeister im Reinen: "Wir haben ihr schon nach den Rückmeldungen aus den Kindergärten mitgeteilt, dass sie für den Erstklässler-Informationsabend besser ein paar Stühle mehr bereitstellen solle." Ein Tipp, der Gold wert war. Denn an der Schule an der Storchsbaumstraße wurden 19 Kinder mehr als im Vorjahr angemeldet. "Die Schule wird dreizügig statt wie sonst zweizügig starten", weiß Rentmeister aus Gesprächen mit seiner Kollegin. Zehn Klassen darf die Pestalozzischule führen, neun werden es im kommenden Jahr mit dem neuen Erstklässlerjahrgang sein. Da besteht also noch Luft nach oben, insbesondere für anmeldewillige Eltern aus der Feldmark I, für die die Agathaschule am Voßkamp bislang die erste Wahl war.

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