Negativspirale dreht sich weiter

Weitere Läden in den Mercaden sind dicht

Dorsten - Seit Jahresbeginn haben die Mercaden ein neues Centermanagement. Während die Verantwortlichen sich noch einen Überblick verschaffen, sind weitere Läden geschlossen worden.

Die Negativspirale in den Mercaden dreht sich vorerst weiter. Ein Dutzend Läden waren zum Jahreswechsel geschlossen, jetzt sind zwei weitere im Erdgeschoss hinzugekommen. Neben MAD Lederwaren hat auch Immergrün die Segel gestrichen. "Aus wirtschaftlichen Gründen", bestätigte Geschäftsführer Tobias Große am Freitag auf Anfrage. "Der Umsatz blieb deutlich hinter unseren Erwartungen zurück." Das gilt auch für viele andere Mieter, die langfristige Verträge abgeschlossen hatten, denen aber die Kunden fehlten.

Auf die Koprian IQ, die Anfang des Jahres mit dem Management der Mercaden beauftragt worden war, wartet eine Menge Arbeit. "Natürlich haben wir den einen Monat dazu genutzt, uns einen ersten Überblick zu verschaffen und erste Analyseergebnisse zusammenzutragen", teilte die kommissarische Centermanagerin Andrea Hegenbarth auf Nachfrage mit.

Ins Detail wollte sie aber noch nicht gehen: "In den nächsten Monaten werden mit dem Eigentümer alle zukünftigen Maßnahmen besprochen. Wir werden an die Öffentlichkeit gehen, wenn ein Konzept verabschiedet ist."

Konstruktives Gespräch

Ein "konstruktives Gespräch" hatte Thomas Hein, Vorsitzender der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA), am Donnerstag mit Andrea Hegenbarth. Für ihn wichtig: "Die Koprian IQ will sich in der DIA engagieren." Es gibt derweil nicht nur negative Stimmen aus dem Einkaufszentrum.

Kaufland ist zufrieden

So sagte Kaufland-Unternehmenssprecherin Janina Wickel am Freitag: "Wir sind mit der Gesamtentwicklung in Dorsten sehr zufrieden. Die Kundschaft nimmt unser Angebot sehr gerne in Anspruch." Kaufland im ersten Obergeschoss ist mit etwa 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche der wichtigste Mieter in den Mercaden. Etwas zurückhaltender klingt das Zwischenfazit bei Deichmann.

Hoffnung auf steigende Kundenfrequenz

Der Essener Schuhkonzern hat seine Filiale in der Essener Straße vor etwas mehr als einem Jahr ins Obergeschoss der Mercaden verlegt. Pressesprecher Ulrich Effing räumte auf Nachfrage ein: "Wir denken, dass unser Laden dort noch Entwicklungspotenzial hat. Sicher wäre es gut, wenn es dem Centermanagement gelingen würde, die Leerstände zu reduzieren. Am Ende profitieren dann alle von der steigenden Kundenfrequenz."

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