Neue Dauerausstellung

Jüdisches Museum fiebert der Ausstellungseröffnung entgegen

Im Jüdischen Museum Westfalen wird noch fleißig gebohrt und gehämmert. Doch die Zeit drängt: Am kommenden Sonntag (16.12.) eröffnet die neue Dauerausstellung.

Dort, wo zurzeit noch Mineralwasserflaschen und Stollenhäppchen für die Handwerker stehen, sollen schon bald moderne Kultgegenstände zum Anfassen die Museumsbesucher zu einer Entdeckungsreise durch Geschichte, Religion und Tradition des Judentums einladen. "Bis Sonntag wird schon alles fertig sein", läuft Museumsleiter Norbert Reichling ziemlich entspannt durch die "Baustelle" und Projektleiterin Cordula Lissner ergänzt: "Wenn hier und da noch eine Kleinigkeit fehlt, ist es auch nicht schlimm."

Größer und einladender

Nach dreijähriger intensiver Vorarbeit fiebern die Ausstellungsmacher nun der Neueröffnung entgegen. Die Ausstellungsräume wirken durch die geänderte Architektur größer und einladender. Die klassische Vitrinenausstellung weicht in großen Teilen einer Präsentation, die zum Mitmachen animiert. "Unsere Philosophie ist es, etwas erlebbar und begreifbar zu machen", erklären die Mitarbeiter der mit der Gestaltung beauftragten Agentur "Verb" aus Essen. Interaktion und Digitalisierung spielen dabei eine große Rolle. Bildschirme, Steuerungstablets, Hörknubbel und Videostationen - "wir wollen zwar keinen medialen Overkill, aber zu einer ansprechenden, zeitgemäßen Präsentation gehört das einfach dazu", sagt Norbert Reichling.

Offenes Haus ab 16 Uhr

Ab 16 Uhr ist am Sonntag "Offenes Haus" und jeder eingeladen, sich die neue Dauerausstellung anzuschauen. Zuvor findet der offizielle Teil mit geladenen Gästen statt: Um 11 Uhr spricht Bürgermeister Tobias Stockhoff die Begrüßung. Es folgen Grußworte von Klaus Kaiser, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung und Dieter Gebhard, dem Vorsitzenden der LWL-Landschaftsversammlung. Dankworte und Hintergrundinfos von den Ausstellungsmachern schließen sich an. Um 14 Uhr spricht Prof. Dr. Miriam Rürup, Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg, über "Kulturelles Erbe und historisches Gedächtnis: Jüdische Museen als Erinnerungsorte".

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