Pfarrgemeinde St. Paulus

Pastoralplan weist Weg in eine lebendige Zukunft von St. Paulus

Nach zwei Jahren Arbeit ist das Werk jetzt vollbracht: Der Pastoralplan der Pfarrei St. Paulus ist herausgebracht und stellt die Weichen für die Zukunft der Hervester Gemeinden.

Mehr als 50 Gespräche, viele Treffen, eine Umfrage im Stadtteil und in den Gemeinden sowie zwei Zukunftstage, zu der die Gemeinden und alle drei Kirchenvorstände und Pfarreiräte von St. Josef, St. Marien und St. Paulus eingeladen hatten - die Entwicklung des lokalen Pastoralplans hat in den vergangenen zwei Jahren viel Zeit, Kraft und Engagement gefordert. Vor allem von der Steuerungsgruppe und den externen Begleitern, die diesen Auftrag des Bischofs (der übrigens alle Gemeinden des Bistums betrifft) in die Hand genommen hatten.

Sechsseitiges Faltblatt ist verteilt

"Wir sind froh, eine erste Analyse, ein gemeinsames Kirchenbild und verbindende pastorale Leitsätze gefunden zu haben", fasste Pastor August Hüsing bei der Präsentation des sechsseitigen Faltblattes im DIN-A5-Format zusammen. Am vergangenen Wochenende informierte Hüsing alle drei Gemeinden, die erst seit dem 11. März zur neuen Pfarrgemeinde St. Paulus fusioniert worden sind, und brachte den Plan bei dieser Gelegenheit auch gleich unter die Leute.

Und was steht nun drin? "In einem ersten Teil haben wir eine Analyse des Sozialraums festgehalten", sagte Gerhard Müller, stellvertretender Vorsitzender im neu gebildeten Pfarreirat. Darin werden die einzelnen Gemeinden der Pfarrei näher charakterisiert: St. Josef mit vielen jungen Familien, aber auch Alleinerziehenden, finanziell eher schwächer, größerer Migrationshintergrund.

Ein Schwerpunkt der Gemeinde dort ist seit Jahren die Kinder- und Jugendarbeit.

Gut situierte Familien wohnen in St. Marien

Das mit meist gut situierten Familien bewohnte Marienviertel - prägend ist die Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen - bietet musikalische und künstlerische Angebote als Schwerpunkt, Stichwort Kulturkreis. Die Gemeinde St. Paulus weist in dem Dreierbund den höchsten Anteil an 60- bis 80-Jährigen aus. Weiteres Kennzeichen: gute Vernetzung im Dorf und hohe Identifikation mit der Gemeinde.

"Verbindendes Kirchenleitbild aller drei Gemeinden ist das Evangelium, die Frohe Botschaft Jesu Christi, die Feier der Gottesdienste, vor allem der Eucharistie. Das Hören auf das Wort Gottes sind uns Kraftquelle unseres Glaubens", zitierte Pastor Hüsing aus dem Plan. Aufbrechen, das Leben feiern, nah dran sein und begeistert handeln - sind weitere Leitsätze auf dem Weg in eine tragende Gemeindezukunft.

Gemeindeausschüsse werden gebildet

Wie diese gut klingende Theorie in wirksame Praxis umgesetzt werden soll, ist in den Zielen nachzulesen: "Jede der drei Kirchen bleibt mit ihrem speziellen Schwerpunkt erhalten", erläuterte Hüsing. So steht als nächster Schritt die Bildung von Gemeindeausschüssen an, die sowohl für die pastorale Arbeit vor Ort als auch für die Arbeit des Kirchenvorstandes zuständig sind.

"Segen to go" ist ein neues Experiment

Als weitere Maßnahme ist geplant, die Seelsorge und Liturgie noch mehr im Kontext der Menschen zu sehen. "Wir werden Gottesdienste an besonderen Orten anbieten, wie wir es ja jetzt beispielsweise schon im Tierheim machen", erläuterte Kai Kaczikowski. Ein neues Experiment soll auch der "Segen to go" sein: "Da wir nicht mehr genügend Sternsinger haben, die alle Leute zu Hause besuchen können, bieten wir Treffpunkte mit Sternsingergruppen an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten an. Dort können sich die Leute dann den Segen abholen", erklärte Kaczikowski das Konzept.

Mitwirken ist erwünscht

Dieses Experiment wird nicht das einzige bleiben: "Der Pastoralplan mit seinen Zielen und Maßnahmen kann nur ein erster theoretischer Schritt sein", weiß das Team. Der neue Pfarreirat werde in den nächsten vier Jahren versuchen, ihn weiterzuentwickeln. Doch jeder ist aufgerufen, seine Ideen einzubringen, denn eins ist allen klar: "Paulus ist das, was wir daraus machen!"

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