Projekte im Jahr 2018

Diese neuen Baustellen bremsen den Verkehr in Dorsten

Dorsten - Was demnächst so alles an Baustellen auf die Autofahrer in Dorsten zukommt, haben wir in einer großen Übersicht zusammengestellt. Allein auf den Autobahnen rund um Dorsten gibt es gleich drei neue Baustellen. Doch: Es gibt nicht nur schlechte Nachrichten.

Schwer gebeutelt wurden die Dorstener Autofahrer in den vergangenen Jahren: Großbaustellen mit Umleitungen und gesperrten Fahrbahnen nervten immer wieder.

So schlimm ist es aktuell nicht, auch wenn mit dem Umbau der Bismarckstraße seit 2016 eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt lahmgelegt ist. Doch wie sieht es in den nächsten Monaten in Sachen Baustellen in Dorsten aus? Die gute Nachricht vorweg: Die Bismarckstraße kann zum Teil schon Ende dieses Monats wieder genutzt werden. Und die schlechte Nachricht für Dorstener Berufspendler: In 2018 werden rund um die Lippestadt auf der A 31 und auf der A 52 gleich drei neue Baustellen eingerichtet.

Die Anhebung der Bismarckstraße (K 41) und der Abriss der Eisenbahnbrücke haben zu einer Baustelle geführt, die als eine der größten und langwierigsten der Dorstener Verkehrsgeschichte gilt. Deswegen haben wir zuerst bei der Kreisverwaltung Recklinghausen nachgefragt: "Abgesehen von der Bismarckstraße haben die Autofahrer in diesem Jahr von uns keine größeren Maßnahmen zu erwarten", sagte Kreissprecher Jochem Manz.

Nach seinen Angaben neigt sich auch die Baustelle an der Bismarckstraße so langsam ihrem Ende entgegen: "Die endgültige Freigabe für den Verkehr wird im April erfolgen." Doch schon Ende Januar werde ein Teilbereich zwischen Gemeindreieck und dem neuen Kreisverkehr (Am Holzplatz) eröffnet: "Dann ist auch die Zufahrt zum dortigen Fitness-Center wieder gewährleistet." Nach Angaben von Jochem Manz habe man die Kostenkalkulation (2,2 Millionen Euro) eingehalten.

Ansonsten wird es in 2018 nur eine kleine Baustelle an der Kreisstraße zwischen Lembeck und Rhade geben. Hier wird der Radweg ausgebessert. Zudem wird die Deutsche Bahn wohl noch in diesem Jahr den Bahnübergang der K 55 (Lippramsdorfer Straße) fit machen für die Anbindung an die neue elektronische Stellwerktechnik (wir berichteten).

"Mit 100-prozentiger Sicherheit kann ich nicht sagen, was in Dorsten passiert", erklärt Peter Beiske, Pressesprecher von "Straßen-NRW". Grund: Das zuständige Ministerium hat die Liste der Projekte für das Landesstraßenerneuerungsprogramm 2018 noch nicht offiziell vorgelegt. Beiske geht aber davon aus, dass eine Baumaßnahme, die im vergangenen Jahr aus Zeit- und Kostengründen nicht verwirklicht worden war, in 2018 umgesetzt wird: die Sanierung der Fahrbahndecke der Halterner- und Dorstener Straße (L 509, Grenzgebiet Haltern und Dorsten). 580.000 Euro sollen in den 2,9 Kilometer langen Bauabschnitt investiert werden.

Auf einer weiteren Landesstraße (Altendorfer Straße) wird es Sommer 2018 zu Einschränkungen kommen, wenn der Verkehr dort wegen der Brückenbauarbeiten am Rapphoffs Mühlenbach nur einspurig laufen wird. An Bundesstraßen in Dorsten sind laut Peter Beiske in 2018 keine Baustellen geplant.

Derzeit wird zwischen den Anschlussstellen Lembeck und Schermbeck die Fahrbahn der A 31 saniert. "Es sind aber nur noch letzte Restarbeiten fällig, Ende Januar wird die Maßnahme beendet sein", erklärte eine Sprecherin der Straßen-NRW-Autobahnniederlassung Hamm.

Wenn die Baustelle dort verschwunden ist, wandert sie weiter nach Süden. Denn auch dort ist die Fahrbahn inzwischen in die Jahre gekommen und muss ebenso erneuert werden wie die Schutzplanken und andere Verkehrseinrichtungen.

Zwischen Schermbeck und Dorsten-West sowie zeitlich parallel zwischen Kirchhellen-Nord und Autobahndreieck Bottrop gibt es dann eingeschränkte Fahrbahnen. Die Behördensprecherin von Straßen-NRW hofft, dass die Bauarbeiten bis Ende 2018 abgeschlossen sein werden. Wie welche Fahrbahn in welche Richtung genutzt werden kann, ob Auffahrten womöglich dichtgemacht werden müssen und die Autofahrer dadurch zu Umleitungen gezwungen werden, das sei letztendlich noch nicht geklärt, hieß es.

Die Öffentlichkeit werde zeitnah informiert. Klar ist aber schon jetzt: "Im nächsten Jahr soll dann der Lückenschluss, also die Strecke zwischen Dorsten-West und Kirchhellen-Nord, saniert werden." Und klar ist auch, dass bald auch die Dorstener Pendler nach Marl von Bauarbeiten betroffen sein werden: Straßen-NRW plant ab 2019, auf der A 52 eine zweijährige Baustelle zwischen Marl-Frentrop und Autobahnkreuz Marl-Nord einzurichten. Entgegen ersten versehentlichen Informationen sollen die Fahrbahnsanierungsarbeiten doch nicht in diesem Jahr starten. Sie sollen zwei Jahre dauern und beginnen zunächst in Fahrtrichtung Marl. In 2010 ist dann die Fahrtrichtung Buer/Dorsten an der Reihe. Neben einer neuen Fahrbahndecke stehen dann auch die Sanierungen von drei Anschlussstellen und acht (Brücken-)Bauwerken an.

Im aktuellen Etat der Stadt steht die Teil-Erneuerung der Glück-Auf-Straße im Sommer an. "Kein großer Umbau", beruhigt Stadt-Pressesprecherin Lisa Bauckhorn. Auch die übrigen geplanten Maßnahmen würden den innerstädtischen Verkehr nicht groß beeinträchtigen: Endausbau des Orthöver Weges im Bereich Baugebiet Bückelsberg (Sommer), Erneuerung von Georgplatz (Frühjahr), Goethestraße (Februar), Mühlenstraße, Drossel- und Nachtigallenweg (Sommer), Wennemarstraße sowie Am Holzplatz (Herbst). Und zeitweilig werde auch an städtischen Straßen die Sanierung von Bahnübergängen im Zuge der Einführung des elektronischen Stellwerkes den Verkehr beeinflussen.

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