Rock-Festival

"Rock am See" in Dorsten-Wulfen feiert mit australischen Stars seine Zweitauflage

Veranstalter Ricardo Penzel legt beim Rockfestival im Gemeinschaftshaus in diesem Jahr eine Schüppe drauf. Der Eintritt ist frei, die Besucher dürfen aber für ein Stadtteil-Projekt spenden.

Sein Vorbild ist das legendäre "Umsonst und in den Wiesen"-Festival, das in den 1980er-Jahren eine musikalische Kult-Veranstaltung in Wulfen gewesen ist. Angesichts der unfreundlichen Wetter-Prognose für das Wochenende und des dafür zu kostspieligen Sicherheitskonzeptes muss Ricardo Penzel seine Zweitauflage von "Rock am See" am 4. Mai (Samstag) ab 17 Uhr aber erneut "Umsonst und im großen Saal" auf die Beine stellen.

Fast 700 Besucher im Vorjahr

"Das hatte bei der Premiere im September aber auch niemanden gestört", hofft der Festivalmacher und Pächter der "Bar 61" im Gemeinschaftshaus Wulfen (GHW), dass die Vorjahreszahl von fast 700 Besuchern diesmal noch übertroffen wird.

Denn im Gemeinschaftshaus Wulfen am Wulfener Markt präsentiert er als Headliner wiederum die australische Kult-Band "Mixed up Everything", die vor neun Monaten die Rock-Fans aus den Stiefeln haute. "Sogar die Alt-68er im Publikum sind damals tierisch abgegangen", erinnert sich Penzel gerne an den Auftritt zurück.

Fünf Bands am Start

Waren es damals drei Bands, so hat er bei der Neuauflage von "Rock am See" noch "eine Schüppe draufgelegt", wie er sagt. Gleich fünf Rock- und Pop-Gruppen sind am Start, "das erlaubt mir eine noch bessere Spannungskurve", sagt Penzel. Er freut sich darüber, dass ihm alle Musiker bei den Gagenforderungen finanziell erheblich entgegengekommen sind. "Ansonsten wäre ein freier Eintritt gar nicht möglich gewesen."

Ricardo Penzel ist stolz darauf, dass die Band "Mixed Up Everything" aus Melbourne auf ihrer derzeitigen Europa-Tournee unbedingt erneut Station in Wulfen machen wollte.

Die Grunge-Rocker gehörten schon als Jungspund-Coverband zu den Youtube-Helden in ihrer Heimat: "Ihre Musikvideos hatten zusammen mehr als 2,5 Millionen Aufrufe", sagt Ricardo Penzel. Und seitdem die vier musikalischen Brüder ihr neues Album mit eigener Musik veröffentlicht haben, "gehen die richtig durch die Decke". Sogar als Vorband für die "Scorpions" seien sie im Gespräch.

Zwei Dorstener Bands dabei

Wichtig ist Penzel, dass auch wieder Regionalmatadoren dabei sind. Rockforum-Macher und Musiker Karim Laiquddin wird mit seiner Erfolgsformation "Killin Jane" erwachsene Pop-Musik mit Stadionrock-Attitüde auf die Bühne bringen und mit seinen Band-Kollegen von Live-Wire ein lautstarkes AC/DC-Coverset präsentieren.

"Rock Regime" aus Dinslaken (mit dem Wulfener Bassisten und Gitarristen Peter Damm) wird Musik-Klassiker der etwas härten Gangart präsentieren, während "Rock Bottom" mit ihren Bandmitgliedern aus Italien, England und Deutschland 1970er-Psychedelic-Rock zelebrieren werden.

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