Die Rosenmontagsbilanz

Ob der "Zoch" 2019 stattfindet, ist ungewiss

Dorsten - Das Resümee der Veranstalter zum Rosenmontagsumzug fällt durchweg positiv aus. Ob es aber 2019 wieder einen "Zoch" gibt, ist keineswegs sicher.

Die gute Nachricht vorweg: Das Resümee der Veranstalter zum diesjährigen Dorstener Rosenmontagszug fällt durchweg positiv aus. Rudolf Haller, der Vorsitzende des Festausschusses Dorstener Karneval (FDK): "Es war wirklich toll und gab keinerlei Probleme. Polizei und Ordnungsamt hatten nichts zu beanstanden, das Wetter war so, wie wir es bestellt hatten, die Zuschauer waren motiviert, es war ein wirklich harmonischer Zug."

Neuer Vorsitzender

Weniger überschwänglich und zufrieden klingt der Dorstener Karnevalist allerdings, wenn er auf das nächste Jahr blickt. Ob er sich bei der demnächst anstehenden Jahreshauptversammlung des Festausschusses Dorstener Karneval noch mal als Vorsitzender zur Wahl stellt? "Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher", sagt Rudolf Haller.

Aber, dass es auch 2019 einen Rosenmontagsuzug ist, ist doch sicher, oder? "Hm ...", sagt er so gefragt, Zweifel liegt in seiner Stimme. "Wenn uns weiter Sponsoren wegbrechen, sich Karnevalsgruppen auflösen, sich keiner findet, der die Organisation übernimmt ... Dann wird es schwierig. Es könnte schon sein, dass der Umzug dieses Jahr ein historischer gewesen ist", sagt Rudolf Haller. Das wäre dann also die schlechte Nachricht. Ob sie tatsächlich wahr wird, steht aber noch in den Sternen. Der Festausschuss Dorstener Karneval will erst mal den Aschermittwoch verstreichen lassen, dann geht es an die Organisation der nächsten Session.

Der Prinz war krank

Ein kleiner Wermutstropfen zum Zug fällt Rudolf Haller dann doch noch ein. "Der Prinz musste kurzfristig absagen, weil er krank war. Er hatte sich so darauf gefreut. Das war wirklich schade." Diese Meinung teilt auch der Betroffene selbst. Auf Anfrage der Redaktion teilte ein sehr enttäuschter Robert I. (Keiner) mit, dass er wirklich bedauert, den Zug verpasst zu haben. "Aber es nützte nichts, es ging einfach nicht", sagt der Prinz, der am Montag mit einem schweren grippalen Infekt zu Hause auf der Couch saß und im Fernsehen den Kölner Karnevalszug verfolgte.

Für den Dorstener Karnevalisten natürlich kein Vergleich zur Teilnahme an seinem Heimatumzug, den er sich so gewünscht hatte. Aber auch er hat eine gute Nachricht: Der Bund Ruhr-Karneval hat Robert Keiner den "Schwarzen Diamanten" verliehen - für besondere Verdienste im Karneval. "Das ist die höchste Auszeichnung, die man als Karnevalist bekommen kann", erzählt Robert Keiner stolz.

Über die Social-Media-Plattform Facebook gab es von einigen Usern Kritik an der Kamelle, die beim Umzug von den Dorstener Wagen kam. Schokolade sei teilweise abgelaufen oder schon weiß angelaufen gewesen.

Rudolf Haller konnte darauf angesprochen nicht so viel sagen: Die Vereine und Gruppen organisieren sich die Süßigkeiten, die sie vom Wagen werfen selbst - finanzieren sie also auch aus eigener Tasche. Aus diesem Grund gab es dann auf Facebook auch viel Kritik an der Kritik. Zum Beispiel: "Wie armselig sind denn die Leute, die hier kritisieren. Da werden Sachen für Nüsse durch die Gegend geworfen (die von denen, die einen solchen Wagen unterhalten, bezahlt werden) und selbst das ist euch zu schlecht?"

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